Lebenshilfe protestiert: Sozialreformen benachteiligen Behinderte gleich mehrfach
Die Lebenshilfe positioniert sich zu den geplanten „Sozialreformen“. Ihre 471 Orts- und Kreisvereinigungen ruft sie zu Aktionen auf.
die Online-Zeitung für Marburg
Die Lebenshilfe positioniert sich zu den geplanten „Sozialreformen“. Ihre 471 Orts- und Kreisvereinigungen ruft sie zu Aktionen auf.
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe (BVLH) wehrt sich gegen weitreichende Kürzungen bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Einer Bundestags-Petition gegen die bekannt gewordene Streichliste aus dem Kanzleramt haben sich kurz vor Ende der Zeichnungsfrist bereits mehr als 100.000 Menschen angeschlossen.
Für die inklusive Versorgung im Leben mit und nach Krebs ist ein partizipatives Projekt gestartet. Das hat die Lebenshilfe am Montag (4. Mai) mitgeteilt.
Die Bundesregierung will an Behinderten sparen. Zum Europäischen Protesttag am 5. Mai fordert die Lebenshilfe: „Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe!“
Die Lebenshilfe ist entsetzt über die „Streichliste“ aus dem Kanzleramt. Die Bundesregierung lege die Axt an den Sozialstaat an.
Nach einem Bericht der Sozialstaatskommission warnt die Lebenshilfe vor Einschnitten bei der Eingliederungshilfe. Der Staat dürfe den Haushalt aber nicht auf Kosten von Menschen mit Behinderung sanieren.
Auch die Privatwirtschaft muss barrierefrei werden! Das fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember.
Mit überwältigender Mehrheit hat die Lebenshilfe am Samstag (15. November) Ulla Schmidt als ihre Bundesvorsitzende bestätigt. Auch drei Selbstvertreter mit Unterstützungsbedarf wurden in den Bundesvorstand gewählt.
Bei der Eingliederungshilfe soll Bürokratie abgebaut, aber keine Leistung gekürzt oder gestrichen werden. Das sicherte Bärbel Bas in der Bundesvereinigung Lebenshilfe (BVLH) zu.