Unterstützung im Streit: Lebenshilfe würdigte Verdienste von Ursula Mutters

Für ihre außerordentlichen Verdienste um die Anerkennung und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung erhielt Ursula Mutters am Sonntag (22. Januar) die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe.
Die Ehrung der 90-jährigen Ehefrau des Lebenshilfe-Gründers aus Marburg-Wehrshausen fand anlässlich einer festlichen Geburtstags-Matinée im Andenken an ihren Mann Tom Mutters statt, der im letzten Jahr verstarb. Am Montag (23. Januar) wäre er 100 Jahre alt geworden.
Tom Mutters hatte 1958 die Lebenshilfe gemeinsam mit betroffenen Eltern gegründet und zur größten deutschen Selbsthilfeorganisation von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Angehörigen gemacht. Diese fesselnde Geschichte ließen Markus Becker und Klaus Kächler mit einer Lesung aus ihrer kürzlich erschienenen Tom-Mutters-Biografie auf der Matinée im Marburger Cineplex-Kino wieder lebendig werden.
„Doch die Erfolgsgeschichte der Lebenshilfe war Teamwork“, betonte Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt. Direkt im Anschluss an die Veranstaltung fuhr die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe nach Wehrshausen, wo sie die Ehrennadel persönlich an Ursula Mutters übergab.
„Nur mit Ursula an Toms Seite konnte das entstehen, was die Lebenshilfe heute ist“, erklärte sie. Möglich gewesen sei das „nur mit ihrem fachlichen Wissen und ihrem Rat, mit ihrer Tatkraft und mit ihrem Mut“. Als Pädagogin und Lehrerin hat Ursula Mutters das Kerstin-Heim und die Daniel-Cederberg-Schule als erste moderne Einrichtungen für behinderte Kinder im Raum Marburg entscheidend mitgeprägt. * pm: Bundesvereinigung Lebenshilfe, Marburg

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