Sport und Flüchtlinge: Stadt erhält 30.000 Euro vom Land

„Wie schön“, freute sich Stadträtin Kirsten Dinnebier über einen Scheck vom Land Hessen. 30.000 Euro erhält die Stadt aus dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“.

Den Scheck überreichte Staatssekretär Stefan Heck vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport am Donnerstag (7. März) im Büro des städtischen Fachdiensts Sport. Außerdem übergab er Urkunden an die Sportcoaches Jörg Penndorf, Mario Lefebre und Ahmed Sibak.
Überrascht war Dinnebier von der Höhe des Schecks. Vorher war sie von 17.500 Euro ausgegangen. Soviel hatte die Stadt im vorangegangenen Jahr bekommen.
Mit seinem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ unterstützt das Land Hessen Städte und Gemeinden, die geflüchteten Menschen Sport und Bewegungsprogramme anbieten. Das Geld geht an Vereine und an Sportcoaches, die die Flüchtlinge unterstützen. Es wird für Sportkleidung und weitere Materialien ausgegeben.
In Marburg gibt es Fußball- und Leichtathletikangebote Für Geflüchtete. „Sport ist der erste Schritt der Integration in die Gesellschaft“, bemerkte Sibak. „Wir machen nicht nur Sport, sondern helfen zum Beispiel auch bei der Bewerbung um Ausbildungsplätze“.
Er helfe bei der Überwindung der Sprachbarrieren, da er Arabisch spricht und sich deshalb gut mit geflüchteten aus arabischen Ländern verständigen kann. „Die Bindung ist das wichtigste“, stellte Lefebre fest. „Dank guter Bindungen zwischen einheimischen und zugewanderten Sportlern können wir viele Erfolge vorweisen.“
So habe er den Flüchtlingen nicht nur klargemacht, welche Regeln im Fußball herrschen, sondern ihnen anschließend auch die Notwendigkeit gegenseitigen Respekts vermittelt. „Dadurch haben sie Regeln gelernt, die nicht nur im Fußball, sondern auch im alltäglichen Leben wichtig sind“, betonte Lefebre.
„Wenn es so weitergeht, bekommen wir im nächsten Jahr 45.000 Euro“, hoffte Dinnebier abschließend. Auch so viel Geld wäre in diesem Bereich sicherlich gut angelegt.

* Luca Mittelstaedt

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