Fahrtende vor Fastnacht: Polizei zog drei Fahrer aus dem Verkehr

Drei berauschte Autofahrer zog die Polizei in der Nacht zum Donnerstag (8. Februar aus dem Verkehr. Wegen eines defekten Bremslichts fiel um 21.25 Uhr in der Innenstadt ein dunkler Ford auf.
Bei der Kontrolle in der Ernst-Giller-Straße keimte bei den geschulten Beamten der Verdacht auf vorangegangenen Drogenkonsum auf. Der entsprechende Test reagierte positiv. Die anschließende Durchsuchung des Autos führte zur Sicherstellung einer geringen Menge Cannabis.
Kurz nach Mitternacht überholte eine Frau von Ende 20 mit ihrem Audi auf der Stadtautobahn B3A kurz vor der Kupferschmiede einen Streifenwagen und bog dann doch in die Anschlussstelle nach Biedenkopf und Wetter ab. Der Streifenwagen hatte ohnehin den gleichen Weg. Als der Audi dann Schlangenlinienmäßig vorausfuhr, war das Grund genug für eine Überprüfung.
Der Alkotest zeigte dann 1,1 Promille. Das erklärte die Fahrweise der jungen Frau.
Um 1.30 Uhr war ein nicht angelegter Sicherheitsgurt Grund einer Kontrolle eines Opel Astra in der Universitätsstraße. Schnell stellte sich heraus, dass der 19-jährige Fahrer sich das Auto heimlich genommen hatte und damit offenbar von Wetter bis Marburg gefahren war.
Doch der junge Mann hat keinen Führerschein. Zunächst behauptete er felsenfest, seinen Führerschein vergessen zu haben, gab dann aber aufgrund der Ermittlungen schnell zu, gar keinen zu haben. Seine Spritztour diente zur Reduzierung der anstehenden Fahrstunden.
Das dürfte jetzt nach hinten losgehen. Vielleicht verkürzen sich tatsächlich die notwendigen Fahrstunden. Allerdings dürfte sich die Zeit zum Erwerb der Fahrerlaubnis verzögern, zumal der Mann mit 0,3 Promille auch noch leicht unter Alkoholeinfluss stand.
In den ersten beiden Fällen veranlasste die Polizei eine Blutprobe und stellte den Führerschein sicher. Die Fahrt war für alle drei an Ort und Stelle zu Ende. Der 19-jährige Mann muss sich wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten.

* pm: Polizei Marburg

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