Hannah König: Junge StVV-Kandidatin für Die Grünen

Seit 2024 lebt Hannah König in Marburg. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 kandidiert sie für Die Grünen zum Stadtparlament.
Aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Marburg gekommen ist sie zum Studieren. Ihre Fächer Physik und Wirtschaft sind in der Politik ebenso ungewöhnlich wie ihr Alter von gerade einmal 20 Jahren. Doch gerade den besonderen Blick junger Frauen möchte Hannah König in die Kommunalpolitik einbringen.
„Marburg ist super spannend“, sagt König. „Die Stadt ist nicht nur architektonisch sehr schön, sondern auch sehr lebendig. Es gibt so viele junge Leute hier wegen der Uni. Außerdem ist rundherum viel Natur.“
Königs Themen sind die Belange junger Menschen, Klimaschutz und ein gutes Soziales Miteinander. „Ich war schon in meiner Jugend aktiv“, berichtet sie. Über die Grüne Jugend ist die Südhessin in Marburg zu den Grünen gekommen.
Als Mentee hat sie an einem Mentoringprogramm der Stadt Marburg für mehr Frauen in der Kommunalpolitik teilgenommen. „Das war sehr gut“, schwärmt sie. „Ich möchte allen jungen Menschen und allen Frauen Mut machen, sich in die Kommunalpolitik einzubringen. Das klingt erst sehr trocken, ist aber sehr interessant und wichtig.“
„In Marburg leben über 20.000 Studierende“, stellt König fest. „Ihre Interessen werden in der Kommunalpolitik noch nicht ausreichend repräsentiert. Das möchte ich ändern.“
Mit konkreten Forderungen und Vorschlägen möchte sich die Studentin aber erst einmal zurückhalten. „Ich habe ja noch nicht so viel Erfahrung“, erklärt sie. „Ich muss mir die Probleme genau ansehen und dann meine Perspektiven darauf einbringen.“
An der Philipps-Universität wie auch in der Stadt fühlt sich die junge Südhessin wohl. „Marburg ist keine anonyme Großstadt“, konstatiert König. Darum gebe es hier mehr Begegnung und damit auch mehr Miteinander als im Großraum Frankfurt.
„Das schafft die Grundlagen für gelebte Solidarität“, erläutert sie. Wichtig findet sie Beratungsangebote für alle Lebenslagen, in denen Menschen Unterstützung benötigen. Die Möglichkeiten der Kommunalpolitik seien zwar begrenzt, müssten aber voll ausgeschöpft werden.
Das gelte insbesondere für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen. Besonders Studierende hätten große Probleme, in Marburg bezahlbare Wohnungen zu finden.
Klimaschutz möchte König „nicht mit der Brechstange durchsetzen“, sondern mit den Menschen besprechen. „Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, dass das für sie gut ist“, erläutert sie. „Dann müssen wir diejenigen Maßnahmen anpacken, die möglich sind.“
Zugute kommen ihr bei ihrem Engagement Kenntnisse aus ihrem Studienfach Physik. „An der Uni gibt es jetzt auch noch eine neue Arbeitsgruppe zu Solarenergie“, berichtet sie. „Daneben gibt es auch noch eine weitere.“ Weitere Studienangebote eröffnen ihr auch Einblicke in Grenzgebiete von Physik und Chemie sowie technische Lösungsmöglichkeiten für zahlreiche Umweltprobleme.
„Klimaschutz und der Schutz der Biodiversität dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen zusammen gedacht werden“, erläutert König. „Gerade wir jungen Leute sind gefragt, neue Wege zu suchen.“ Auch in der Kommunalpolitik gebe es da genügend Möglichkeiten.
„Wir müssen beim Klimaschutz vorangehen und dürfen nicht darauf schauen, was anderswo geschieht, sondern müssen hier unseren Beitrag leisten. Es geht um jedes Zehntel Grad.

* Franz-Josef Hanke

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