Entgegenwirken: Beratung zu Sonne bei Picknick

Solar-Berater*innen der Stadt informierten über Photovoltaik beim Familien-Solar-Picknick. Die Sonne vom Dach sollte man nutzen.
Rund 40 Menschen haben am Samstag (7. Mai) die Gelegenheit genutzt, sich in lockerer Atmosphäre im Northamptonpark rund um das Thema Solarenergie zu informieren. Bis zum Nachmittag standen die haupt- und ehrenamtlichen Solar-Berater*innen der Stadt sowie Bürgermeisterin Nadine Bernshausen für Fragen zur Verfügung. Für die jüngsten gab es derweil Technik zum Anfassen und spielerische Mitmachaktionen rund um das Thema Solarenergie.
„Was kostet die Ausstattung meines Dachs oder Balkons mit Solarenergietechnik?“, berichtete die ehrenamtliche Solarberaterin Anja Sperling von den Fragen der Anwesenden. „Was würden wohl Vermieter*innen sagen?“ Solche Fragen beschäftigten viele der Bürger*innen jeden Alters, die unweit des Lahnwehres über das Thema ganz unkompliziert ins Gespräch kommen wollten.“
Über allem schwebte die Frage: „Rechnet es sich überhaupt?“ Für Solar-Berater Thomas Kopp vom städtichen Fachdienst Klimaschutz war es wichtig, Bedenken und weitverbreitete Mythen in den Gesprächen auszuräumen.
„Was vielen nicht klar ist: Fast jedes Dach eignet sich für Photovoltaik, egal ob Süd-, Ost- oder Westseite“, erklärte er. Zur Wirtschaftlichkeit fügte er eine simple Rechnung an: „Mit den heutigen Photovoltaik-Anlagen kommt – rein ökonomisch gesehen – nach zehn Jahren Geld wieder raus.“
Die Stadt Marburg bietet seit Anfang 2021 verstärkt unterschiedliche Formate und Angebote rund um Solar-Beratung an. Tatjana Veith vom Fachdienst Klimaschutz berichtete, dass die bisherigen Angebote wie beispielsweise vhs-Kurse zum Thema Photovoltaik (PV) leider nur wenig von Frauen angenommen wurden. Daher war der Stadt die Idee zum Familien-Solar-Picknick wichtig.
„Mit diesem offenen Angebot wollen wir gezielt Frauen, Alleinerziehenden und Familien eine unkomplizierte Möglichkeit geben, sich zu informieren, beraten oder schlicht für das Thema begeistern zu lassen“, erklärte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. „Dort konnten sie in lockerer Atmosphäre sämtliche technische wie nicht-technische Fragen stellen. Es freut mich, dass das Angebot so gut angenommen wurde und auch die Kinder durch das begehbare Häuschen erleben konnten, wie Solarenergie funktioniert.“
Viele Kinder kamen durch Mal- und Bastelaktionen dem Thema Solarenergie auf spielerische Weise näher. Ein Highlight war das kleine begehbare Haus mit Photovoltaik-Zelle. In dem Haus leuchtete auch eine LED-Lampe, die von eben dieser kleinen PV-Zelle betrieben wurde.
Alles in allem war das Solar-Picknick in den Augen von Kopp ein Erfolg: „Wir waren als Solar-Berater*innen stetig gut ausgelastet und konnten gleichzeitig ausführlich und angemessen auf die Fragen und Bedenken der Bürger*innen eingehen.“ Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen dem Fachdienst Klimaschutz und dem Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg.

* pm: Stadt Marburg

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