Gottesdienstankündigung: Wohnzimerkirche in Wehrda zu Karneval

2024 gab es erstmals im Marburger Raum eine „Wohnzimmerkirche“. Der damalige Vikar der Trinitatisgemeinde in Wehrda hatte die Idee, dieses Konzept vor Ort umzusetzen.
Pfarrerin Bettina Mohr führt es nun weiter: Am Sonntag (15. Februar) findet um 17 Uhr ein Gottesdienst als „Wohnzimmerkirche“ in der Trinitatisgemeinde statt. Thema wird die Fastnacht sein.
Dabei sollen die Teilnehmenden gemütlich zusammensitzen, miteinander reden und dazu vielleicht auch noch etwas trinken und ein paar Nüsschen knabbern –
was man eben so tut in einem Wohnzimmer. Warum diese Atmosphäre nicht auch in ein Gottesdienstformat übertragen?
Das Konzept der „Wohnzimmerkirche“ hat seinen Ursprung in Hamburg und wurde 2024 erstmals in der Trinitatiskirche in Wehrda ausprobiert. Kurz vor Weihnachten 2024 lud der damalige Vikar der Trinitatiskirche in Wehrda Benedikt Kaloudis zum ersten Mal in Marburg dazu ein, im vergangenen Jahr wurde er dann auch mit einer „Wohnzimmerkirche“ verabschiedet.
Nun macht Pfarrerin Mohr weiter mit dem Format: Für Sonntag (15. Februar) hat sie zusammen mit einem Team aus der Gemeinde die nächste „Wohnzimmerkirche“ vorbereitet. Weil der Termin in die Hochzeit des Karnevalssaison fällt, lag es nahe, das Thema aufzugreifen. „Das wird aber keine Sitzung mit Kostümen“, stellte die Pfarrerin klar. In verschiedenen Gesprächsrunden soll es zum Beispiel um die Frage gehen, wer man gern wäre, wenn man jemand ganz anders sein könnte. Oder welche Rollen man im Leben einnimmt. Wann und warum man vielleicht so tut, als ob. „Auch über das Thema Fasten und Verzicht wollen wir sprechen“, erklärte Mohr.
Im Wort „Fastnacht“ steckt noch der Hinweis daraus, dass mit den närrischen Faschingstagen die christliche Fastenzeit beginnt. Heute nutzen viele Menschen den Zeitraum bis Ostern, um bewusst auf etwas zu verzichten. Und sich auch wieder von Neuem darauf zu freuen. „Was möchte ich in meinem Leben feiern?“
Das sei auch eine Frage, um die es in der „Wohnzimmerkirche“ geht. Deshalb darf im Anschluss dann auch noch miteinander angestoßen werden und es gibt Kräppel für die Besucherinnen und Besucher. In der „Wohnzimmerkirche“ selbst darf auch etwas gegessen und getrunken werden. Die Bestuhlung der Kirche wird umarrangiert, so dass Sitzgruppen entstehen, in denen man es sich dann gemütlich machen kann und miteinander ins Gespräch kommen soll.
Auch die Musik orientiert sich am Thema. Es wird unter anderem „König von Deutschland“ zu hören geben, wo Rio Reiser sich gefragt hat, „wie es wäre, wenn ich nicht der wäre, der ich bin, sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin“. Die „Wohnzimmerkirche“ findet am Sonntag (15. Februar) um 17 Uhr in der Trinitatiskirche Wehrda (Christophorusstraße 1) statt.

* pm: Evangelischer Kirchenkreis Marburg

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