Neue Wege: Erfolgreiche Gesundheitsförderung in Stadt und Kreis

Ein positives Fazit haben Kreis und Stadt auf ihrer Präventionskonferenz gezogen. Die Gesundheitsförderung in Marburg-Biedenkopf läuft erfolgreich.
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es dank eines starken Netzwerks vielfältige und gute Angebote für die Gesundheitsförderung. So lautet das Fazit der jüngsten gemeinsamen Gesundheitskonferenz des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg im Erwin-Piscator-Haus (EPH). Trotz Auslaufens der Förderung durch die Techniker Krankenkasse wollen Kreis und Stadt ihr Engagement in diesem Bereich fortsetzen.
Um die Gesundheit und Lebensqualität in der Region nachhaltig zu stärken, arbeiten Kreis und Stadt bereits seit sechs Jahren eng zusammen. Im Fokus der Veranstaltung stand insbesondere der seit 2017 bestehende Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“ als Teil der Initiative „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ von Stadt und Kreis. Dieser Plan bildet die Grundlage und den Rahmen für das Handeln des Netzwerks in der Gesundheitsförderung und Prävention.
Weil die seit 2017 umfassende Förderung der Techniker Krankenkasse von insgesamt über 200.000 Euro nun endet, nutzten über 70 Akteurinnen und Akteure aus dem Netzwerk die Gelegenheit, um ein Fazit der vergangenen sechs Jahre zu ziehen. Das Programm der Veranstaltung richtete sich deshalb insbesondere an Fachkräfte zum Beispiel aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, der Verwaltungen sowie an alle Akteure aus dem Präventionsnetzwerk. Das sind freie Träger, Wohlfahrtsverbände, Schulen, Kitas, Altenpflegeeinrichtungen, Bürgerhilfen und andere Fachbereiche der Kommunen sowie des Landkreises.
„Wir bedanken uns ausdrücklich für die mehrjährige Förderung der Techniker Krankenkasse zur Umsetzung unseres Präventionsplans“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. Marburg-Biedenkopf sei dadurch sowohl qualitativ als auch quantitativ im Hinblick auf gesundheitsfördernde Maßnahmen deutlich besser aufgestellt. „Generell ist es unser Ziel, den eingeschlagenen Weg in der Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam mit dem Landkreis fortzusetzen“, ergänzte Stadträtin Kirsten Dinnebier.
In den vergangenen sechs Jahres ist es unter anderem gelungen, ein Präventionsnetzwerk mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufzubauen und wichtige Gesundheitsziele für die Region zu entwickeln. Diese Ziele sind jeweils in die Bereiche „Gesund aufwachsen“, „Gesund bleiben“ und „Gesund altern“ unterteilt. Neben der Vorstellung der Aktivitäten der vergangenen Jahre standen insbesondere die unterschiedlichen Akteure im Präventionsnetzwerk sowie deren gesundheitsfördernde Angebote im Mittelpunktpunkt. Stellvertretend waren dazu der Verein zur Bewegungsförderung und Psychomotorik Marburg, die Praxis GmbH sowie die Altenplanung der Stadt Marburg aktiv in das Programm eingebunden.
Die Beteiligten zeigten auf, dass die Zusammenarbeit mit Kreis und Stadt in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut wurde. Exemplarisch steht dafür zum einen das gemeinsame Angebot „Seele in Bewegung“ zur Stärkung psychischer und körperlicher Gesundheit für Frauen und Kinder mit Migrationshintergrund. Und das Förderprogramm „Gesundheitsfördernde Mittagstische“ trägt zu einer gesunden Ernährung und Bewegung für Seniorinnen und Senioren bei. Zudem wurden mithilfe des Netzwerks unter anderem zwei größere Vorhaben zur Bewegungsförderung etabliert. Im Landkreis unter dem Titel „Sportland Hessen bewegt“ und in Marburg „KOMBINE“.
Auch wenn die Förderung der Techniker Krankenkasse 2023 endet: Die Verantwortlichen von Kreis und Stadt betonten während der Veranstaltung, dass damit die Weiterentwicklung des Präventionskonzepts nicht enden soll. Im ebenfalls seit 2017 kontinuierlich weiterentwickelten Präventionsplan ist bereits die Herangehensweise für die zukünftige Gesundheitsförderung festgehalten. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der gesundheitlichen Chancen für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
„Die handelnden Personen bei der Umsetzung des Präventionsplans können sehr stolz auf die Erfolge der letzten Jahre sein“, lobte Nina Martin von der Techniker Krankenkasse. „Der Landkreis und die Universitätsstadt Marburg gelten bundesweit als sehr gutes Beispiel in der Prävention und Gesundheitsförderung und haben mit ihrer Vorgehensweise auch die Blaupause für andere Kommunen geliefert.“
Mehr Informationen zu der Initiative „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ von Kreis und Stadt und den zugehörigen Projekten gibt es online auf der Homepage des Kreises unter www.marburg-biedenkopf.de oder dem Direktlink www.marburg-biedenkopf.de/soziales_und_gesundheit/gesundheit-foerdern/gesundheit-foerdern-versorgung-staerken.php.

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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