Aufgeflogen: 38-jähriger Mann wegen Hakenkreuzen in Wehrda festgenommen

Seit Mitte August wurden im Stadtteil Wehrda wiederholt Hakenkreuze und antisemitische Parolen angebracht. Insgesamt registrierte die Polizei 13 Fälle.
Diesbezüglich ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei wurde am Donnerstag (7. November) ein 38 Jahre alter Mann aus Marburg vorläufig festgenommen. Bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung stellten die Ermittler diverses Beweismaterial sicher.
Der Beschuldigte räumte die Tatvorwürfe bei seiner Vernehmung in großen Teilen ein. Eigenen Angaben zufolge handelte er aus „Langeweile“ und „Dummheit“. Die Ermittlungen zu den Beweggründen des Mannes waren am Donnerstag (7. November) aber noch nicht abgeschlossen.
Der – wegen anderer Straftaten bereits polizeilich bekannte – 38-jährige Mann ist bis zu seiner vorläufigen Festnahme noch nicht wegen politisch motivierter Delikte in Erscheinung getreten. Mangels Haftgründen wurde der Beschuldigte nach seiner Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen. Antisemitismus aus angeblicher „Langeweile“ ist allerdings auch mit „Dummheit“ nicht plausibel zu erklären.

* pm: Polizei Marburg

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