Unfallstatistik 2018: Vier Jahre in Folge weniger Unfälle, Verletzte und Tote

Seit vier Jahren sinkt die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis. Das ist die gute Nachricht der Woche.

Dennoch sind die Zahl der Verkehrsunfälle und ihrer Opfer immer noch zu hoch. Darum fordert die Polizei „ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“ der Verkehrsteilnehmer ein.
Alle 109 Minuten passiert im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Verkehrsunfall. Alle sechs Stunden gibt es einen Wildunfall. Alle sechseinhalb Stunden registriert die Polizei im Kreis eine Unfallflucht.
Alle acht Stunden verunglückt ein Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Alle zehn Stunden gibt es einen Verletzten durch Verkehrsunfall. Alle elf Stunden passiert ein Unfall mit einem Fahrer der Generation 65+.
Alle vier Tage steht mindestens ein Beteiligter unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Alle acht Tage verunglücken je ein Kind und ein Jugendlicher. Alle 46 Tage endete ein Verkehrsunfall tödlich.
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf registrierte die Polizei im Jahr 2018 insgesamt 4.838 Verkehrsunfälle. 2017 waren es 4.880.
Bei 660 Unfällen mit Personenschäden starben acht Menschen. 874 erlitten Verletzungen. 2017 starben bei 673 Unfällen zehn Personen und 950 wurden verletzt.
„Wir haben insgesamt weniger Verkehrsunfälle als im letzten Jahr; und die Anzahl der bei diesen Unfällen verletzten oder gar getöteten Menschen sinkt kontinuierlich seit jetzt vier Jahren“, berichtete Polizeidirektor Bodo Koch. „Das ist insgesamt eine sehr gute Entwicklung. Es gibt aber leider immer noch zu viele Unfälle mit schweren Folgen, die auf zu schnelles Fahren und auf Ablenkung zurückzuführen sind – dem werden wir weiter mit unseren Verkehrssicherheitsprogrammen und mit konsequenter Verfolgung von Regelverstößen begegnen.“
Der Leiter der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf ist sich sicher, dass Verantwortungsbewusstsein, gegenseitige Rücksichtnahme und ständige Vorsicht für alle Verkehrsteilnehmer elementare Grundlagen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind. Zu hoffen bleibt, dass möglichst viele Menschen zu ihrem eigenen und dem Schutz aller anderen Menschen auf Alkohol am Steuer, hohe Geschwindigkeiten und waghalsige Überholmanöver verzichten.

* pm: Polizei Marburg

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