Martyrium Leben: Jugendliche brachten „Seymour“ auf die Bühne

„Seymour“ von Anne Lepper wurde wurde am Donnerstag (12.April) im Hessischen Landestheater Marburg aufgeführt. Auf die Bühne gebracht hat die Geschichte der Theaterjugendclub.

Ein Heim für übergewichtige Kinder ist der Schauplatz des Geschehens. In den Bergen und weit weg von jeglicher Zivilisation befindet sich das Gebäude.
Fünf übergewichtige Teenager sind die Hauptpersonen. Von ihren Eltern wurden sie zur Kur dorthin geschickt. In ihren Zimmern zu Hause wohnen mittlerweile schlanke Adoptivkinder oder Cousins, die auch noch gut in der Schule sind.
Leo ist ein Neuankömmling in dem Heim. Nach und nach wird ihm klar, dass seine Eltern ihn doch nicht so gern haben, wie er immer dachte. Sein Cousin Seymour wohnt für die Zeit der Kur in seinem Zimmer.
Obwohl sie ihn niemals zu Gesicht bekommen, folgen die Kinder den Regeln, die Dr. Bärfuss aufgestellt hat. Ihn halten die Teenager für den Leiter des Heims.
In regelmäßigen Abständen gibt es einen „Exzess“ für die Bewohner. Er äußert sich in Form von einer Party mit viel Kuchen.
Die Schauspieler ließen die Teenager sympathisch wirken. An einigen Stellen lachte das Publikum. Das passierte auch schon am Anfang beim Anblick der ulkigen Kostüme.
Insgesamt war die Vorstellung nett anzusehen. Das Stück an sich hätte etwas kürzer sein dürfen. An einigen Stellen passierte inhaltlich zu wenig.
Die jungen Schauspieler bewiesen durchaus Talent. Offensichtlich war, dass die Beteiligten viel Spaß am Theater haben. Vielleicht wird man die ein oder andere Person auch mal in einem professionellen Stück sehen können.
Einige Zuschauer wirkten gegen Ende etwas erschöpft. Trotzdem applaudierte das Publikum lautstark, als die Schauspieler sich verabschiedeten. Mit strahlenden Gesichtern verließen sie die Bühne.

* Jan Wandel

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