Nach den Wahlen im September warnt die Bundesvereinigung Lebenshilfe (BVLH) vor den Folgen eines weiteren Erstarkens der AfD für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Demokratie, Vielfalt und Teilhabe sind nicht verhandelbar.
Die deutlichen Stimmenzuwächse der AfD erfüllen die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit großer Sorge. Ein zunehmender politischer Einfluss der AfD bis hin zu einer Regierungsübernahme könnte nach Einschätzung des Verbands auch die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien beeinträchtigen. Die Lebenshilfe appelliert deshalb an alle demokratischen Kräfte, sich klar zu Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft zu bekennen.
„Die Politik der AfD steht für Ausgrenzung“, erklärte die BVLH-Vorsitzende Ulla Schmidt. „Dem stellen wir ein klares Verständnis von Demokratie und Zusammenhalt entgegen: Jeder Mensch hat das Recht, selbstverständlich dazuzugehören und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Alle Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Familien gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Nachbarschaft.“
Sie können sich auf die Lebenshilfe verlassen. „Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt“, erklärte Schmidt. „Wir werden uns weiter für umfassende Teilhabe einsetzen.“ Mehr zur Haltung der Lebenshilfe gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus ist im Internet auf www.lebenshilfe.de/wir-fuer-menschlichkeit-und-vielfalt nachzulesen.
* pm: Bundesvereinigung Lebenshilfe, Marburg