Die Stadt verteilt Warnwesten an Erstklässler*innen. Damit sollen sie sicher unterwegs sein.
Mit vielen kleinen und großen Maßnahmen macht die Stadt Marburg den Schulweg für Kinder und Jugendliche sicherer. Damit die Schulkinder gerade in der dunklen Jahreszeit gut sichtbar unterwegs sind, gab es für die Erstklässler*innen wieder Warnwesten. „Für alle Schulanfänger*innen ist der Schulweg neu und aufregend“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier. „Daher ist es besonders wichtig, dass sie gut gesehen werden. Mit Warnwesten, Reflektoren an Schulranzen und bunten Jacken sind Kinder einfach sichtbarer – gerade in den Morgenstunden. Und damit sind sie auch sicherer unterwegs.“
Dinnebier war in der Geschwister-Scholl-Schule zu Besuch, um Warnwesten an die Erstklässler*innen zu verteilen. Die freuten sich und gaben unter anderem als Rückmeldung: „Die kann man auch gut beim Fahrradfahren anziehen.“
Schulleiterin Almut Schemm berichtete, dass die Westen zum Beispiel beim ,Zu-Fuß-zur-Schule-Tag‘ zum Einsatz kommen. Denn an diesem Tag laufen die Lehrer*innen mit den Kindern von festen Sammelplätzen aus den Schulweg entlang. „Damit soll ihnen – und auch den Eltern – gezeigt werden, dass der Weg zur Schule zu Fuß sicher ist“, erläuterte sie. „Zudem soll dadurch auch das Elterntaxi vermieden werden.“
Den Schulweg zu Fuß zurückzulegen, ist von besonderer Bedeutung. Die Universitätsstadt Marburg unterstützt deshalb die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ – auch mit der Verteilung der Westen. Zur Unterstützung der Schulanfänger*innen auf ihrem Schulweg wird zudem in allen Grund- und Förderschulen jährlich das Theaterstück „Immer dem Schnabel nach“ aufgeführt.
„Für die Schüler*innen ist es entscheidend, Erfahrungen im Straßenverkehr zu sammeln und den Schulweg gemeinsam mit anderen zurücklegen zu können“, erläuterte Dinnebier. Auch im Hinblick auf die Reduzierung der Elterntaxis vor den Schulen sei es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg zu Fuß bewältigen. Denn: Weniger Autos vor den Schulen tragen dazu bei, die damit verbundenen Gefahren zu verringern.
Die Stadt und auch die Schulgemeinden arbeiten stetig daran, Schulwege sicherer zu machen. Unter anderem geschieht das mit baulichen Veränderungen entlang der Schulwege, mit Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Kontrollen. Seit 2019 erhalten alle Kinder von der Stadt Marburg zur Einschulung eine Kinderwarnweste.
Die Aktion habe sich bewährt, damit die Autofahrer*innen – gerade in der dunkleren Jahreszeit – die Kinder auf dem Schulweg gut erkennen können. „Diesmal verteilen wir 750 Warnwesten an Erstklässler*innen“, berichtete Stadträtin Dinnebier und betonte: „Grundsätzlich ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer*innen besondere Rücksicht auf Kinder und Jugendliche nehmen.“
Die Verteilung der Warnwesten ist Teil der städtischen Kampagne „Marburg Miteinander #fairimverkehr“. Seit 2018 macht die Stadt mit verschiedenen Themen unterschiedliche Verkehrsteilnehmer*innen darauf aufmerksam, dass gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist, damit alle gemeinsam besser unterwegs sind.
* pm: Stadt Marburg