Mehr als 3.000 Menschen demonstrierten am Sonntag (13. September) vor dem Erwin-Piscator-Haus (EPH) für eDemokratie und gegen die AfD. Totz starken Regens hielten die meisten zwei Stunden lang auf, um ihrer Besorgnis über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt Ausdruck zu verleihen.
Auch bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern könnte die AfD am Sonntag (20. September) nach aktuellen Umfragen stärkste Partei werden. Die Wahlerfolge der AfD und die zunehmende Stärke rechtsextremer Kräfte seien eine Bedrohung der Demokratie. Die Partei bedrohe Meinungsfreiheit und Vielfalt. Sie stelle sich gegen Behinderte und Migranten ebenso wie gegen Homosexuelle und eine fortschrittliche Kultur. „Keine Macht der AfD“ lautete deshalb die Forderung, unter der sich alle –
von CDU bis hin zur Linken – versammelt hatten. Die Partei stehe für Ausgrenzung, Rassismus und Intoleranz und damit eindeutig im Gegensatz zu elementaren Werten des Grundgesetzes. „Über allem muss der unverbrüchliche Wert eines jeden Menschen stehen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Das ist die Grundlage einer jeden demokratischen Zivilisation.“