Eine Ausstellung zeigt den Kulturgutschutz der Ukraine. Die Eröffnung findet am Dienstag (16. Juni) statt.
Inmitten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine setzt das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit der TIB –
Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Hannover ein entscheidendes Zeichen für den Schutz des kulturellen Erbes: Im Rahmen des Projekts „Documenting Ukrainian Cultural Heritage“ (DUCH) wird seit Herbst 2022 das kulturelle Erbe der Ukraine systematisch dokumentiert, um den Verlust historischer Baudenkmäler und städtebaulicher Ensembles zu verhindern und die Grundlage für einen zukünftigen Wiederaufbau zu schaffen. Durch die engagierte Zusammenarbeit mit über 20 ukrainischen Fotografinnen und Fotografen konnten in den ersten drei Projektjahren rund 400 bedeutende Bauwerke in der Ukraine erfasst und wissenschaftlich dokumentiert werden.
Die umfassenden Fotografien und Beschreibungen sichern so dauerhaft das Wissen über diese Denkmäler, machen sie sichtbar und bewahren die kulturelle Erinnerung. Diese Fotos präsentiert eine Ausstellung von Dienstag (16. Juni) bis Sonntag (16. August) in der Universitätsbibliothek. Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag (16. Juni) um 18.15 Uhr im Vortragsraum der Universitätsbibliothek an der Deutschhausstraße statt.
Das Projekt wird maßgeblich durch das „Ukraine Art Aid Center“ unterstützt. Dabei handelt es sich um eine – im März 2022 unmittelbar nach Kriegsbeginn gegründete – Hilfsorganisation. Mittlerweile hat das UAAC mehr als 1.500 Kulturinstitutionen in der Ukraine mit über 600 Tonnen Frachtgut bei der Sicherung ihrer wertvollen Bestände unterstützen können.
Prof. Dr. Matthias Müller wird als Gründungsmitglied des Ukraine Art Aid Center und Professor für Kunstgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen der Veranstaltung die außergewöhnliche Organisation, ihre Ziele und ihre Arbeit vorstellen: „Was hier gelungen ist, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Mut, Schnelligkeit und grenzenloser Solidarität. Es ist ein kleines Wunder – und ein Vorbild für zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit im Krisenfall.“ Außerdem sprechen Bibliotheksdirektorin Dr. Andrea Wolff-Wölk und DDK-Direktor Dr. Christian Bracht.
* pm: Philipps-Universität Marburg