Das Land Hessen unterstützt die Einrichtung einer „Trauma-Anlaufstelle und Fachberatung für Kinder und Jugendliche“ (TAF) in Marburg. Sie soll Kinder schützen sowie Kinder- und Jugendgesundheit stärken.
mit rund 147.000 Euro stärkt das Land Hessen den Kinderschutz und die Kinder- und Jugendgesundheit nachhaltig: Für die Einrichtung einer „Trauma-Anlaufstelle und Fachberatung für Kinder und Jugendliche“ (TAF) in Marburg stellt das Land eine Förderung von 147.281,78 Euro bis 2027 bereit. Träger des Projekts ist der St.-Elisabeth-Verein Marburg.
„Je früher Expertinnen und Experten Familien zur Seite stehen, desto eher können Überlastungssituationen erkannt und verhindert werden“, betonte Hessens Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz. „Mit der Trauma-Anlaufstelle in Marburg schaffen wir einen wichtigen, niedrigschwelligen Zugang zu professioneller Hilfe für Kinder und Jugendliche, die besonders belastende Erfahrungen gemacht haben. Das ist aktiver Kinderschutz und zugleich ein zentraler Baustein für eine gesunde Entwicklung.“
Das Beratungsangebot der „TAF“ ist ein Pilotprojekt. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren, die infolge überwältigender Grenzerfahrungen Traumareaktionen entwickelt haben. Auslöser können unter anderem der Verlust eines Elternteils, Fluchterfahrungen, schwere Unfälle oder häusliche Gewalt sein. Auch Angehörige sowie betreuende Fachkräfte können Beratung in Anspruch nehmen. Das Pilotprojekt wird Bestandteil des „Aktionsplans Kindermedizin“.
In der „TAF“ finden die jungen Menschen niedrigschwellig und kostenfrei einen geschützten Erfahrungsraum sowie kompetente fachliche Unterstützung und Beratung. „Kinderschutz heißt auch, psychische Gesundheit ernst zu nehmen“, unterstrich Ministerin Stolz. „Traumatische Erlebnisse können die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen langfristig beeinträchtigen, wenn sie unbehandelt bleiben. Die TAF leistet hier frühzeitige, passgenaue Hilfe und ergänzt die bestehenden Strukturen in Hessen sinnvoll.“
Mit der Förderung setzt das Land Hessen ein klares Signal: Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Unterstützung, wenn sie Belastendes erlebt haben. Die neue Trauma-Anlaufstelle in Marburg stärkt die regionale Versorgungslandschaft und trägt dazu bei, Kinder- und Jugendgesundheit in Hessen nachhaltig zu sichern und zu fördern. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der neuen Leistung „Strategie zur Stärkung der Kinder- und Jugendgesundheit“, die erstmals im Haushaltsjahr 2025 verankert wurde. Ihr Ziel ist, Prävention, Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter sowie eine altersgerechte medizinische und psychosoziale Versorgung gezielt auszubauen.
* pm: Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Wiesbaden