Die Stadt ermöglicht kostenloses Energietheater. Es ermöglicht Klimabildung an Grundschulen.
Wie lässt sich Klimaschutz so vermitteln, dass er Kinder erreicht – ohne erhobenen Zeigefinder, aber mit nachhaltiger Wirkung? Mit einem besonderen Bildungsangebot stärkt die Universitätsstadt Marburg gezielt die Klimakompetenz junger Menschen: Als Beitrag zum Klimaaktionsplan 2030 ermöglicht die Stadt für die Grundschulen kostenlose Aufführungen der „Prima“Klima-Show“.
„Kinder sind großartige Multiplikator*innen“,sagte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. „Was sie begeistert, was sie verstehen, tragen sie ganz selbstverständlich nach Hause in ihre Familien. Wer Kinder für Klimaschutz gewinnt, erreicht damit oft auch die Eltern.“
Das interaktive Energietheater richtet sich an Kinder der Klassen ein bis vier und vermittelt spielerisch und altersgerecht, warum Energiesparen wichtig ist und wie jeder Mensch im Alltag selbst etwas beitragen kann. Zusammen mit Figuren wie Rüdi Rabe und Mimi Energy erleben die Kinder, wie komplexe Themen greifbar werden. Über Musik und Humor wird mit Leichtigkeit transportiert, warum beispielsweise die Heizung bei geöffnetem Fenster runtergedreht werden sollte.
Die Kosten für die Aufführungen trägt vollständig die Stadt Marburg. Ihr Ziel ist, möglichst vielen Kindern – unabhängig von Schulbudget und sozialem Hintergrund – einen Zugang zur Klimabildung zu ermöglichen. „Wenn Kinder früh erleben, dass ihr eigenes Handeln zählt, entsteht Verantwortung ganz selbstverständlich“, ist Bernshausen überzeugt.
Mit dem Energietheater setzt Marburg bewusst auf Prävention und Aufklärung statt Verbote. „Klimapolitik solle verständlich, alltagsnah und generationengerecht sein“, betonte die Bürgermeisterin. Bernshausen verwies darauf, dass Bildung dabei eine zentrale Rolle spielt.
Zum „Marburger Klimaaktionsplan 2030“ gehören neben der Bildungsarbeit beispielsweise auch der Ausbau erneuerbarer Energien und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude.
Eine Anmeldung ist bis Dienstag (3. März) 2026 bei Sigrid Fath per E-Mail an lakritze@clownerie.de möglich. Interessierte Schulen erhalten dann eine Termin-Auswahlliste für 2026. Doppelveranstaltungen mit zwei Aufführungen an einem Tag für bis zu jeweils 160 Kindern sind möglich.
* pm: Stadt Marburg