Forschungsdrang: Mehrere Millionen für das digitale Bild

„Das digitale Bild“ heißt ein neues Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Koordiniert wird die erste Phase von der Philipps-Universität und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Man muss nur einen aktuellen Online-Auftritt mit einer Website aus den 1990er-Jahren vergleichen, um zu sehen, wie sehr die digitale Welt heute visuell geprägt ist. Das Programm soll diesen Wandel, seine Triebkräfte, seine Erscheinungsformen und seine Konsequenzen für das Feld von Kunst, Wissenschaft und Kultur reflektieren. Der Kunsthistoriker Prof. Hubertus Kohle von der LMU, Koordinator und erster Sprecher des neuen Programmes, spricht angesichts der Dimension dieses Prozesses von einem „tiefgreifenden epistemologischen Umbruch“.
Bei dem Schwerpunktprogramm handelt es sich um ein spezielles Förderformat der DFG. Mit dem Zuschlag für das in München in enger Kooperation mit der Philipps-Universität durchzuführende „Bild“-Projekt hat die DFG erst einmal ein thematisches Dach geschaffen. Damit verbunden ist eine generelle Förderzusage in Höhe von mehreren Millionen Euro in den kommenden drei Jahren.
In den nächsten Monaten können Wissenschaftler aus ganz Deutschland Förderanträge einreichen, die unter dieses Thema passen. Einzelne Projekte können auch als „Tandems“ von Informatikern und Kulturwissenschaftlern geplant werden.
Die DFG begutachtet die wissenschaftliche Qualität der Forschungsvorhaben und trifft eine Auswahl. Projektstart soll im kommenden Jahr sein.
In der Regel laufen die Schwerpunktprogramme über zweimal drei Jahre. Für die zweite dreijährige Förderperiode ist der Marburger Kunsthistoriker Professor Hubert Locher als Sprecher vorgesehen. Schon jetzt fungiert er als zweiter Sprecher und gehört mit Kollegen aus München, Heidelberg und Erlangen-Nürnberg zu den Initiatoren des Projekts.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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