26. September: Jana Trommer kündigt Kunstaktion für Klimaschutz an

Die Marburger Psychologin Jana Trommer hat am Dienstag (2. September) eine öffentliche Aktions-Ankündigung verbreitet. Ihre künstlerische Protestaktion soll am Freitag (26. September) auf der Biegenstraße stattfinden.
Von 16 bis 16.15 Uhr möchte die Marburger Klima-Aktivistin Jana Trommer demnach auf der Biegenstraße an der Einmündung der Wolfstraße in Fahrtrichtung Innenstadt eine Kunstaktion durchführen, mit der sie die Störungen durch die Klimakrise symbolisiere, auf die Gefahren durch fehlenden Klimaschutz hinweisen will und zugleich von meiner Regie­rung fordert, ernsthafte Schutzmaßnahmen durch Klimaschutz zu ergreifen. „Ich werde dann die Straße über eine grüne Fußgängerampel betreten und die Fahrbahn nicht wieder verlassen“, kündigte sie an. „Ich werde meine Hände mit Fingerfarbe weiß einfärben und über meinen Kopf halten. Ich symbolisiere damit meine Hilflosigkeit gegenüber ausbleibenden Klimaschutz und meine Trauer wegen der Klimakrise.“
Wenn die Autos Grün erhalten, werde sienicht weiter gehen. „Ich werde m ich zum Ausdruck meiner Gewaltfreiheit hinsetzen und die Hände heben“, kündigte Trommer an. „Ich werde mich nicht festkleben oder auf andere Weise
schwer machen oder mit Gegenständen verbinden. Vielleicht lege ich mich hin, wenn alle Autos stehen.“
Vor 16.15 Uhr wolle sie nicht freiwillig aufstehen und gehen. „Wenn ich davor von der Straße getragen oder gezogen werde, werde ich versuchen, dorthin zurückzukehren“, erklrte die Aktivistin. „Ich werde mich in jedem Moment strikt gewaltfrei verhalten, verbal un nonverbal. Für Notfälle und Rettungseinsätze werde ich jederzeit Platz machen.“
Sie habe dieses gewaltfreie Verhalten und die Situation in einem Training geübt. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse“, erklärte sie. „Ich weiß, dass mein gewaltfreies Handeln mir nicht garantiert, selbst keine Gewalt zu erfahren. Ich bin vorbereitet, meinen Körper vor Tritten und Schlägen zu schützen, auf gewaltfreie und nicht bedrohliche Weise.“
Maskieren werde sie sich nicht. „Ich werde der Polizei meinen Namen nennen und meinen Aus­weis zeigen“, versprach Trommer. „Ich bin bereit, eventuelle juristische Konsequenzen zu tragen – weil ich mein Verhalten als Akt Zivilen Ungehorsams in der Klimakrise, gegen die unsere Regierung zu wenig unternimmt, um Menschen zu schützen, für legitim halte. Ich handle für meine Kinder und für andere Kinder, für Menschen in anderen Weltregionen und für noch gar nicht geborene Lebewesen, für Pflanzen und Tiere. Wenn der Staat meinen Protest bestraft statt Menschen vor der Klimakrise zu schützen, sind Straf- oder Buß­geld­verfahren Teil meines Protests.“
Sie spreche nur für sich: „Ich handle eigenverantwortlich und solidarisch. Ich fordere von der Bundesregierung, zügig Maßnahmen für sozial gerechten Klimaschutz einzuleiten. Ich appelliere an die wartenden Autofahrer*innen, die Wartezeit zu nutzen, um sich ebenfalls an die Bundesregierung zu wenden.“

* pm: Jana Trommer, Marburg

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