Erneute Veranstaltung: Filme, Fakes, Fakten zur Euthanasie

Das Thema „Mord an Kranken – Euthanasie im Nationalsozialismus“ steht am Mittwoch (11. Juni) im Mittelpunkt einer Veranstaltung der VHS Marburg. Sie bildet den Abschluss der Reihe „Filme, Fakes, Fakten“ im Sommersemester 2025.
„T4“ ist die Abkürzung für das Haus Tiergartenstraße 4 in Berlin. Dort befand sich die Zentrale des NS-Euthanasie-Programms. Das griechische Wort „Euthanasie“ (deutsch: Tod ohne lange Leidensphase (Sterbehilfe)) verharmlost den Massenmord an behinderten Menschen als angeblich „unnütze Esser“. Es bildete eine Grundlage zum millionenfachen Mord an Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Roma und Sinti, Schwulen, Behinderten und vielen andern NS-kritischen Geistern.
Neben einem kurzen Dokumentarfilm wird der Kursleiter Franz-Josef Hanke bei dieser Veranstaltung auch Beispiele aus Marburg vorstellen und auf die späteren Karrieren der ärztlichen „Todesengel“ eingehen. Diskutieren möchte er auch darüber, wie sich ein Merkmal der Ideologie des deutschen Faschismus – die sogenannte „Euthanasie“ – bis heute auf den gesellschaftlichen Umgang mit Behinderungen auswirkt.
Beginn der Veranstaltung am 11. Juni ist um 19 Uhr, Ende gegen 20.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die Volkshochschule (Deutschhausstraße 38, 35037 Marburg). Zum Film gibt es auch eine Audiodeskription.
Der Kurs „Z11430 Mord an „Kranken“ „Euthanasie“ im Nationalsozialismus“ ist gebührenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig – persönlich, per Einwurf des Anmeldeformulars oder online unter https://www.vhs-marburg.de/kurssuche/kurs/Filme-Fakes-Fakten-c/Z11430.
Der Anmeldeschluss ist der 8. Juni 2025 (online) oder zur persönlichen Anmeldung der 6. Juni 2525 bis ca. 15 Uhr. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der vhs unter der Telefonnummer 06421/201-1246 oder auf www.vhs-marburg.de.
Mit ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Filme, Fakes, Fakten“ wollen die Humanistische Union (HU) und die Volkshochschule Marburg (vhs) das Bewusstsein für Medienkompetenz und den Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen schärfen. Dazu betrachtet die Veranstaltungsreihe verschiedene Dokumentationen. In entspannter Atmosphäre sprechen die Teilnehmenden sachlich und fachlich kompetent über die Inhalte der Dokus, zugrundeliegende Fakten und journalistische Techniken.

* pm: Humanistische Union Marburg

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