Im Feld: Crowdfunding für Roggensorte

30.000 Euro innerhalb eines Monats möchte ie Initiative OpenSourceSeeds für eine neue Roggen-Sorte sammeln. Sie soll als Gemeingut für alle geschützt werden.

Die Kampagne wird im Zeitraum vom bis Freitag (3. Juni) auf der Crowdfunding-Plattform Startnext laufen. „Dass Vielfalt ein wichtiger Baustein für die Landwirtschaft der Zukunft ist, da sind sich viele einig“, erklärte Bella Aberle von OpenSourceSeeds. „Dazu gehört das Bewahren von alten Sorten, aber auch das Züchten von neuen Varianten, die zum Beispiel besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen.“

Im Öko-Bereich gibt es viele engagierte Züchter, die bei ihrer Arbeit auf vielfältige und robuste Sorten setzen. Doch von der ersten Kreuzung bis zur fertigen Sorte vergehen oft viele Jahre. Gerade für kleine Betriebe wird die Planung oft dadurch erschwert, dass die Finanzierung durch Spenden oder Fördergelder immer nur für einen Teil des Zuchtprogramms reicht.

Daher machen Lilla Szabo vom Dottenfelder Hof in Bad Vilbel und ihre Kollegen sich schon länger Gedanken, wie die ökologische Pflanzenzüchtung zuverlässiger finanziert werden kann. Als Aberle dem Züchter-Team vorschlug, erstmals eine neue Sorte über ein Crowdfunding zu finanzieren, hatten die Züchter gleich die passende Pflanze parat.

„Roggen ist robust und enthält viele Vitamine und Ballaststoffe“, erklärte Szabo. „Deshalb ist er in der ökologischen Landwirtschaft sehr nachgefragt. Aber es werden zu wenig neue Sorten entwickelt.“ Viele Landwirte müssen daher auf Hybridsaatgut zurückgreifen.“Durch das Crowdfunding können wir unsere Feldversuche ausbauen und mehr Vielfalt für den Ökolandbau zur Verfügung stellen“, ergänzte Szabo.

Die Initiative OpenSourceSeeds sitzt im Marburger Stadtteil Elnhausen. Sie setzt sich dafür ein, Saatgut wieder zu einem Gemeingut für alle zu machen.

*pm: OpenSourceSeeds

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