Betrüger am Werk: Neue Masche mit WhatsApp-Nachrichten

Vor betrügerischen Nachrichten auf WhatsApp warnt die Polizei. Deren Sprecherin asmine Hirsch beschrieb die neue Masche am Montag (28. Februar).
„Hi Papa, mein Handy ist kaputt und ich nutze jetzt ein anderes“, lautet der Beginn der betrügerischen Mitteilung. „Das ist meine neue Nummer, die andere kannst du löschen.“
„Wie würden Sie reagieren, wenn Sie diese Nachricht per WhatsApp erhalten?“, fragt Hirsch. „Die Nummer abspeichern und – wie gewohnt – mit Ihrem erwachsenen Kind schreiben?“ Das wäre gefährlich, warnt sie.
Bei der aktuellen Betrugsmasche folgen daraufhin nämlich Nachrichten, in denen der angebliche Nachwuchs um Geld bittet. Spätestens dann sollte man aufpassen, denn es könnte sich um Betrüger handeln.
So passierte es auch Mitte Februar einem in Biedenkopf lebenden Pensionär. Nachdem er die neue Nummer seiner angeblichen Tochter erhalten hatte, folgten Geldforderungen. Sie enthielten die Erklärung, dass aufgrund des neuen Handys der Zugriff auf das eigene Konto nicht möglich sei und daher die Eltern gebeten würden, Geld an einen Empfänger zu übersenden.
In diesem Fall ging es um 2.150 Euro. Blöd nur war für die Betrüger, dass es sich bei dem Pensionär um einen ehemaligen Polizeibeamten handelt, der die Masche durchschaute und kein Geld überwies. Stattdessen erstattete er Anzeige.
Diese Masche ist seit mehreren Monaten auf dem Vormarsch. Wie bei vielen Betrugsarten gehen die Betrüger dabei sehr geschickt vor. Die Kriminalpolizei Marburg-Biedenkopf bittet daher um erhöhte Aufmerksamkeit und um das Beachten wichtiger Tipps.
„Speichern Sie nicht sofort die unbekannte Nummer ab“, rät die Polizei. „Überprüfen sie erst, ob es sich bei der neuen Nummer tatsächlich um die Ihres Kind oder Ihres Verwandten handelt. Hierzu eignet sich nicht die Chatfunktion.“
Besser ist ein Anruf oder optimalerweise sogar ein Video-Anruf. Auf jeden Fall sollte man kein Geld überweisen, ohne vorher mit dem betreffenden Angehörigen persönlich gesprochen zu haben. Zudem sollte man Freunde und Bekannte über die neue Masche informieren und zur Polizei gehen, wenn man selber Opfer eines solchen Betrugs geworden ist.

* pm: Polizei Marburg

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