Schnelle Hilfe: Pflegepool vermittelt bei Corona-Ausfällen

Der Pflegepool von Stadt und Kreis vermittelt Helfende. Er verspricht schnelle Hilfe für Pflegeeinrichtungen mit coronabedingten Personalausfällen.
Der Pflegepool der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg Biedenkopf vermittelt Menschen, die in Seniorenpflegeeinrichtungen kurzfristig helfen können, an Einrichtungen, in denen es wegen Corona-Ausbrüchen Personalnot gibt. Derzeit sind 60 Menschen aus Pflege und Hauswirtschaft registriert – weitere freiwillige Helferinnen und Helfer können sich gerne melden ebenso wie Einrichtungen, die einen Notfallbedarf haben.
Derzeit lässt die Omikron-Variante des Corona-Virus die Infektionszahlen wieder steigen. Um gut vorbereitet zu sein, falls vom Coronavirus betroffene Pflege- und Seniorenheime wieder vermehrt schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen, machen Stadt und Landkreis auch wieder auf den Pflegepool aufmerksam. In den letzten Tagen sind bereits Hilfegesuche aus zwei Einrichtungen eingegangen.
Zur Zeit sind 60 Personen registriert, die im Bedarfsfall in Einrichtungen unterstützen möchten. Gemeldet sind Fachkräfte und Menschen mit einschlägiger Erfahrung in den Bereichen Pflege und Hauswirtschaft.
Wer ebenfalls in Pflege oder Hauswirtschaft helfen kann und freie Kapazitäten hat, kann sich gerne online im Pflegepool registrieren. Ebenfalls melden können sich Einrichtungen, die dringend Unterstützung benötigen.
„Unser Dank gilt allen Menschen, die sich in den vergangenen Monaten für den Pflegepool registriert haben – und die damit signalisieren, dass sie helfen können und wollen, wenn ihre Fachkompetenz besonders dringend benötigt wird“ erklärten Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. „Über den gesamten Zeitraum seit Einrichtung des Pflegepools haben sich 350 Menschen registriert. Auch wenn nicht alle zum Einsatz kommen konnten, zeigt das eine unglaubliche Hilfsbereitschaft und Solidarität.“
Rund 350 Fachkräfte und Hilfskräfte mit unterschiedlichen Qualifikationen und Erfahrungen – etwa in den Bereichen Pflege, Hotel, Gastronomie und Hauswirtschaft – haben sich registriert. Nach einer ganz aktuellen Abfrage haben 60 von ihnen zurückgemeldet, dass sie weiterhin im Notfall zur Verfügung stehen und in Senioren- und Pflegeeinrichtungen und bei der mobilen Pflege aushelfen würden.
Insgesamt 12 Einrichtungen haben sich im Jahr 2021 hilfesuchend an Stadt und Kreis gewendet – ihnen wurde Personal aus dem Pflegepool vermittelt. Ebenso wurden Anfragen aus dem Bereich der häuslichen Pflege an registrierte Personen weitergeleitet.
Stadt und Landkreis haben so Helfende und Einrichtungen in Kontakt gebracht, die dann Arbeitsmodalitäten selbst vereinbart haben. Die Koordination von Fachkräften und Bedarf der betroffenen Einrichtungen im ganzen Landkreis übernimmt die Universitätsstadt Marburg. Dafür hat sie eine Online-Anmeldeplattform eingerichtet.
Interessierte Helferinnen und Helfer können sich dort direkt anmelden, ihren Beruf sowie ihr potenzielles Einsatzfeld oder auch den zeitlichen Rahmen ihres Hilfsangebots eintragen. Das zugehörige Pendant dient den Senioren-
und Pflegeheimen im Landkreis zur Online-Anmeldung ihres Hilfebedarfs infolge einer Corona-bedingten Situation.
Die Stadt Marburg prüft alle Angebote und Einträge, informiert die Hilfswilligen über Rahmenbedingungen und Konditionen ihrer Einsätze und übernimmt die Vermittlung zwischen beiden Seiten. Interessierte können sich über die Plattform digital.marburg.de
für den Pflegepool anmelden.
Für Helferinnen und Helfer lautet der Link: www.marburg.de/pflegepool-helfen. Für Einrichtungen lautet er: www.marburg.de/pflegepool-bedarf. Weitere Informationen gibt es außerdem unter der zentralen E-Mail-Adresse pflegepool@marburg-stadt.de.
Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf bieten den Registrierten im Pflegepool außerdem eine Schulung zu ehrenamtlichen Krisenhelfer*innen an. Die Kosten übernehmen Stadt und Kreis. In der Schulung lernen die Teilnehmenden, die grundlegende Versorgung in Alten- und Pflegeheimen zu gewährleisten – unterstützend und unter Aufsicht von Pflegefachkräften.
Zentrale Inhalte der dreitägigen Schulung bei der DRK Schwesternschaft sind unter anderem Hygienegrundlagen und Infektionsschutzmaßnahmen, der Umgang mit dementiell erkrankten Menschen, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Grundlagen der Körperpflege und Notfallmanagement. Interessierte können sich anmelden unter pflegepool@marburg-stadt.de.

* pm: Stadt Marburg

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