Eingliederung in Einsatz: Beschleunigter Übergang von der Ausbildung in den Rettungsdienst

Ein beschleunigter Übergang nach der Ausbildung in den Einsatzdienst ist gut für die Gesundheit der Menschen in Hessen. Praktiziert wird das neuerdings beim Rettungsdienst in Marburg.
Erstmals haben Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Hessen bereits einen Tag nach ihrer letzten Abschlussprüfung ihre Zeugnisse erhalten. Die erste Zeugnisübergabe nach dem neuen Verfahren fand am Freitag (30. Januar) am Bildungszentrum des DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Marburg statt. Damit konnte unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung der Weg in den Einsatzdienst geebnet werden. Möglich wurde dieser beschleunigte Übergang durch eine erfolgreiche und enge Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege sowie den hessischen Rettungsdienstschulen. Künftig soll dieses Verfahren landesweit zum Standard werden.
Gesundheitsministerin Diana Stolz hatte den Prozess nach einem gemeinsamen Austausch mit den Hilfsorganisationen im Rettungsdienst angestoßen. Sie betont die Bedeutung der Neuregelung für die Versorgungssicherheit in Hessen: „Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind eine tragende Säule unseres Gesundheitswesens. Dass sie nun unmittelbar nach Abschluss ihrer Ausbildung in den Einsatz gehen können, ist ein wichtiger Schritt für die Menschen in Hessen und ein starkes Signal der Wertschätzung für diesen anspruchsvollen Beruf.“
Das Gesundheitsministerium hat dem Landesamt sowie den Rettungsdienstschulen somit einen gemeinsamen Austausch ermöglicht, in dessen Ergebnis eine landesweit einheitliche und nachhaltige Lösung umgesetzt werden konnte, die bürokratische Abläufe verschlankt und Prozesse beschleunigt. Kern der Lösung ist ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen: Dazu zählen Anpassungen in den digitalen Bearbeitungsprozessen beim Landesamt, Änderungen im Ausbildungs-Curriculum der hessischen Rettungsdienstschulen sowie weitere gezielte Entbürokratisierungsschritte. Die Umsetzung erfolgte im engen Austausch zwischen dem Ministerium, dem Landesamt und den Trägern der Rettungsdienstschulen und insbesondere dem Deutschen Roten Kreuz (DRK).
Bereichsleiter Mike Mann vom DRK-Landesverband Hessen lobte die Kooperation: „Fortschritt im Rettungsdienst gelingt nur gemeinsam. Die Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern ist ein Schlüssel für die Weiterentwicklung unseres Rettungswesens. Die enge Zusammenarbeit von Ministerium, Landesamt und Leistungserbringern bei der Modernisierung von Prozessen ist ein wichtiges Signal – und aus unserer Sicht genau der richtige Weg. Hier wurden Hand in Hand Verbesserungen erzielt, die direkt in der Praxis ankommen.“
Geschäftsführer Jens Dapper vom DRK Rettungsdienst Mittelhessen erklärte: „Dass Absolventinnen und Absolventen nun direkt nach der bestandenen Prüfung in den Einsatz starten können, ist ein großer Gewinn – für sie persönlich, aber auch für die Versorgung der Menschen in Hessen. Mein Dank gilt Stefan Sydow, Abteilungsleiter im HMFG, der Leiterin des HLfGP Regina Bresler und allen anderen Beteiligten, die mit viel Engagement und Weitblick dazu beigetragen haben, diesen wichtigen Schritt in Hessen möglich zu machen. Das war eine echte Teamleistung, an der wir gerne mitgewirkt haben.“
Ministerin Stolz unterstrich abschließend: „Dass hier eine nachhaltige Lösung erarbeitet werden konnte, zeigt, wie leistungsfähig unser Gesundheitswesen ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Davon profitieren nicht nur die frisch ausgebildeten Fachkräfte, sondern vor allem die Patientinnen und Patienten.“

* pm: Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Wiesbaden

Kommentare sind abgeschaltet.