Deutschlandstipendienvergabe: Uni zeichnete 66 Studierende aus

66 Deutschlandstipendien hat die Philipps-Universität an junge Studierende übergeben. Dabei standen Engagement und Zukunftsperspektiven im Fokus.
In einer Feierstunde hat die Philipps-Universität Marburg die diesjährigen Deutschlandstipendien übergeben und 66 herausragende Studierende ausgezeichnet. Damit wird zugleich eine neue Bestmarke in der 15-jährigen Geschichte des Deutschlandstipendiums an der Philipps-Universität aufgestellt. Die Studierenden aus allen 16 Fachbereichen erhalten jeweils für ein Jahr eine monatliche Förderung von 300 Euro, die zu gleichen Teilen vom Bund und engagierten Förderern aus Wirtschaft, Vereinen, Stiftungen und Privatpersonen finanziert wird.
Die Feierstunde im Vortragssaal der Universitätsbibliothek diente auch dem Dank an die Förderer, deren kontinuierliche Unterstützung das Stipendienprogramm erst ermöglicht. Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Pankuweithob besonders das zehnjährige Förderjubiläum des Rotary Club Marburg Schloss sowie der Sigi und Hans Meder-Stiftung hervor. Auch neue Unterstützerinnen und Unterstützer konnte sie begrüßen. Darunter sind mehrere Alumni, die ihre Verbundenheit mit der Universität auf diese Weise zum Ausdruck bringen.
„Das Deutschlandstipendium zeigt, wie stark Bildung wird, wenn viele Verantwortung übernehmen“, betonte Vizepräsidentin Pankuweit. „Unsere Fördernden investieren nicht nur in individuelle Bildungswege, sondern in die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Die studentische Vizepräsidentin Lara Zieß hob in ihrem Grußwort an die Stipendiatinnen und Stipendiaten hervor: „Euer Verantwortungsbewusstsein und euer Tatendrang sind es, die euch heute hierhergebracht haben und wofür wir euch gerne auszeichnen möchten. Was euch verbindet, ist nicht ein einheitlicher Lebenslauf, sondern die Art, wie ihr euren Lebensweg und euer Studium beschreitet.“ Diese Worte unterstreichen den Fokus des Deutschlandstipendiums auf die individuelle Förderung von Talenten und die Anerkennung gesellschaftlichen Engagements und überwundener persönlicher Hürden
Der Physikstudent Jan Wissen bedankte sich stellvertretend für die Gruppe der Stipendiatinnen und Stipendiaten und hob den Nutzen der finanziellen Unterstützung hervor. In Zeiten, in denen das studentische Leben immer teurer werde, sei es wertvoll, sich weniger Sorgen um Miete, Stromrechnungen, gute Nahrung, Lernmaterialien und Nebenjobs machen zu müssen und sich stärker auf das Studium konzentrieren zu können. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Als angehender Physiker kann ich Ihnen versichern, dass Energie nie verloren geht – sie wandelt sich nur. Ihre finanzielle Energie, die Sie in uns investieren, wandeln wir in geistige Energie um. Durch sie bekommen wir Freiräume. Freiräume, um sich auf Inhalte einzulassen, Dinge zu vertiefen und auch über das Studium hinaus engagiert zu bleiben.“
Die Feier bot Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Förderern die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zum Aufbau neuer Netzwerke für die berufliche Zukunft. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Violinen-Duo des Studentischen Sinfonieorchesters Marburg.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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