Partnerstädte und Partizipation: KiJuPa für Projekt zum Klimaschutz ausgezeichnet

Erneut geht ein 1. Platz nach Marburg. Im Einsatz für den Klimaschutz hat das KiJuPa den Hessischen Partizipationspreis gewonnen.
Drei Monate lang hat das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Universitätsstadt Marburg verstärkt die Themen Klima- und Umweltschutz in den öffentlichen Blick gerückt. Das geschah mit zahlreichen Aktionen anlässlich der langjährigen Städte-Partnerschaften zu Sfax und Poitiers. Für das Engagement mit dem Projekt „Ensemble pour le climat“ hat das KiJuPa nun den Hessischen Partizipationspreis von 10.000 Euro gewonnen.
„Das ist ein wahnsinniger Erfolg“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier. „Ich gratuliere dem KiJuPa und allen Beteiligten sehr herzlich und danke für das inspirierende Engagement. Der Preis bestätigt, dass wir mit dem KiJuPa im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung in Hessen ganz weit oben stehen. Herzlichen Glückwunsch!“
Auch KiJuPa-Vorstandsmitglied Lasse Wenzel freute sich über diesen Erfolg: „Ich bin sehr stolz darauf, dass das KiJuPa gewonnen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass wir einen so großen Preis gewinnen und bin sehr froh, dass wir so etwas Großes mit den Partnerstädten auf die Beine gestellt haben.“
Dem Projekt „Ensemble pour le climat“ – übersetzt „Gemeinsam für das Klima“ – hat sich das KiJuPa im Sommer drei Monate lang gewidmet. Dabei war der Titel Programm: „Gemeinsam gegen den Klimawandel“ war das Ziel des Projekts.
Unter dem Motto „Drei Städte – drei Monate – ein Vorhaben“ feierte das KiJuPa die 50-jährige Städtepartnerschaft mit Sfax in Tunesien und die 60-jährige Städtepartnerschaft mit Poitiers in Frankreich. Mit zahlreichen Aktionen rückte es dabei die Themen des Klima- und Umweltschutzes in die Öffentlichkeit. Die Botschaft war klar: „Klima und Klimaschutz gehen uns alle an und nur gemeinsam – über die Grenzen hinweg – können wir etwas bewirken.“ Das KiJuPa organisierte zahlreiche Aktionen, die es allen Menschen –
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – ermöglichten, sich ohne Vorkenntnisse zu beteiligen und ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Dabei standen Veranstaltungen auf dem Programm wie Müll- und Stiftsammelaktionen, eine Upcycling-Aktion, eine klimaneutrale Kilometer-Fahrradtour, Besuche beim Werkstoffhof, den Stadtwerken und der Buswerkstatt, eine Stadtbegrünungsaktion und Treffen mit Expert*innen. In Videokonferenzen mit jungen Menschen in Poitiers und Sfax tauschten sich die KiJuPaler*innen über Klimathemen und die jeweilige Situation in den drei Städten aus.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der digitalen Abschlussveranstaltung zum hessischen Jahr der Kinderrechte statt. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) verlieh zum 7. Mal den Hessischen Partizipationspreis und würdigte damit erneut das Engagement von Kindern und Jugendlichen.
Bereits im ersten Wahldurchgang konnte das KiJuPa mit seinem Projekt die Jury für sich gewinnen. Das Projekt überzeugte durch seine internationale Komponente und seinen nachhaltigen Blick auf das Thema Klima und Klimaschutz. Die weiteren Preisträger in diesem Jahr sind das Projekt „Insight“ als unabhängige Selbsthilfekontaktstelle für junge Menschen im Werra-Meißner-Kreis auf dem zweiten Platz und die Freizeitflächen für Kinder und Jugendliche vom Jugendforum Langen auf Platz 3.
Die Kinderrechtsbeauftragten Miriam Zeleke und Janos Joskowitz schalteten sich als Moderator*innen der Veranstaltung nach der Verkündung live nach Marburg. In den Räumen des Jugendclubs „Volle Hütte“ im Haus der Jugend hatte ein Gruppe KiJuPaler*innen die Preisverleihung gemeinsam verfolgt.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir als Kinder- und Jugendparlament Marburg diesen Preis gewonnen haben und finden es besonders schön, dass gerade dieses Projekt, bei dem wir mit unseren Partnerstädten zusammengearbeitet haben, ausgezeichnet wird“, sagte KiJuPa-Vorsitzender Elias Hescher. „Das ist nicht nur ein toller Erfolg, sondern auch ein wichtiges Signal für die Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten.“
Das Preisgeld möchte das KiJuPa für Projekte im Jahr 2022 verwenden. Mehrere Aktionen zum Stadtjubiläum „Marburg800“ sind bereits in Planung. Zudem gibt es Überlegungen, den im November kurzfristig abgesagten Kinder- und Jugendkongress in einem anderen Format zu verwirklichen.
„Feststeht, dass wir als KiJuPa das Geld über Projekte möglichst vielen Marburger Kindern und Jugendlichen zukommen lassen wollen“, erklärte Hescher. Alle Interessierten können sich die Preisverleihung noch einmal unter www.youtube.com/watch?v=jb0fuHCBlPE&t=1975s anschauen. Weitere Informationen gibt es beim Fachdienst Jugendförderung im Jugendbildungswerk und auf der Internetseite der Jugendförderung unter www.hausderjugend-marburg.de/kijupa-marburg-gewinnt-den-hessischen-partizipationspreis-2021/.

* pm: Stadt Marburg

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