An´s Ganze: Evelyn Korn in Stiftungsvorstand berufen

Prof. Dr. Evelyn Korn komplettiert den Vorstand der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“. Bund und Länder haben sie am Mittwoch (9. September) zum „Vorstand Wissenschaft“ der Stiftung berufen.
Insgesamt waren 23 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Hochschulformen nominiert. Damit ist der letzte Schritt zur Besetzung des dreiköpfigen Leitungsgremiums getan. Neben dem Vorstand Wissenschaft wurden bereits Dr. Maria Cornelia Raue als Geschäftsführender Vorstand sowie Dr. Antje Mansbrügge als Vorstand Innovation berufen.
Die Aufgaben als Geschäftsführender Vorstand und als „Vorstand Innovation“ werden hauptamtlich übernommen. Der „Vorstand Wissenschaft“ ist ehrenamtlich und damit nebenberuflich tätig.
„Ich sehe die Stiftung als Zukunftslabor für die tertiäre Bildung des 21. Jahrhunderts“, sagte die Universitäts-Vizepräsidentin Korn. „Bildungsprozesse von Menschen stehen dabei im Vordergrund, denn Bildung ist das höchste Gut, das dieses Land hat. Wir freuen uns, dass der Lehre mit der Gründung dieser Stiftung sehr sichtbar ein gleichberechtigter Platz zur Forschung eingeräumt wird.“
Die Wirtschaftswissenschaftlerin, die unter anderem mit dem renommierten „Ars-Legendi-Preis für exzellente Hochschullehre“ des Stifterverbands und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ausgezeichnet wurde, ist an der Philipps-Universität Professorin der Volkswirtschaftslehre und insbesondere der Mikroökonomie.
„Mit Prof. Dr. Evelyn Korn erhält die neue Stiftung im Leitungsgremium eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der innovativen Hochschullehre“, betonte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause. „Deshalb hat nicht nur die Universität Marburg, sondern auch die Konferenz Hessischer Universitäten (KHU) Frau Korn für den Vorstand Wissenschaft nominiert. In der Weiterentwicklung der Hochschullehre nehmen Marburg und seine Vizepräsidentin für Studium und Lehre – auch in der Corona-Pandemie – eine Vorreiterrolle ein. Ich freue mich sehr, dass dieses Engagement gewürdigt wird und gratuliere sehr herzlich.“
Die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ wird derzeit zur Umsetzung der am 3. Mai 2019 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) verabschiedeten Bund-Länder-Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ gegründet. Bereits 2021 wird die Stiftung erste Fördergelder an die Hochschulen vergeben. Trägerin der neuen Stiftung ist die Hamburger Toepfer Stiftung gGmbH, die am 6. Dezember 2019 nach einem umfangreichen wettbewerblichen Interessenbekundungsverfahren mit dem Aufbau der rechtlich unselbständigen, aber weitgehend unabhängig handelnden Organisation betraut wurde.
Sie verantwortet in den kommenden Jahren nicht nur eine transparente Vergabe der jährlich bereitgestellten 150 Millionen Euro für Innovationen in der Hochschullehre, sondern wird aktiv Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer auf diesem Feld fördern. Der Auftrag war, zum 1. Januar 2021 die neue Organisationseinheit handlungsfähig zu etablieren. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre trifft derzeit alle Vorbereitungen, um die erste Förderbekanntmachung bereits in das Jahr 2020 vorzuziehen und damit frühzeitig den Startschuss für die Umsetzung neuer Ideen in der Hochschullehre zu geben.
Korn wurde 1969 in Bochum geboren. Seit 2004 hat sie die Professur für Volkswirtschaftslehre – insbesondere Mikroökonomie – an der Philipps-Universität inne; seit vier Jahren ist sie an der Philipps-Universität Vizepräsidentin für Studium und Lehre.
Sie leitet die Marburger Projekte zum „Qualitätspakt Lehre“ und zur „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ sowie das Kooperationsprojekt „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen“. Zudem ist Korn Mitglied der Ständigen Kommission Digitalisierung der HRK.
Sie studierte Mathematik an der TU Dortmund, wurde dort in der Volkswirtschaftslehre promoviert, habilitierte sich an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und erhielt die Venia Legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre. Zur Zeit schließt sie eine Weiterbild ung zur systemischen Organisationsentwicklerin ab.
Wissenschaftlich befasst sich Korn mit der Förderung kooperativen Verhaltens in verschiedenen Kontexten – von der Staatsorganisation antiker Gesellschaften bis zur Integration von Familie und Arbeitswelt. Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMSFJ). Für ihre Entwicklung innovativer didaktischer Konzepte wurde sie unter anderem mit dem „Ars-Legendi-Preis für exzellente Hochschullehre“ des Stifterverbands und der HRK ausgezeichnet.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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