Programm zur Befreiung: HLTM und Kurhessische Kantorei zum 8. Mai

Als der Krieg am 8. Mai 1945 vorbei war – kam Frieden. Und neuer Krieg. Die Kurhessische Kantorei und das Hessische Landestheater Marburg (HLTM) haben ein Video zum Gedenken und Mahnen gedreht.
Vor 75 Jahren endete am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg. Die alliierten Kräfte erzwangen die Kapitulation Nazi-Deutschlands, das mit seinem Kriegs- und Vernichtungsfeldzug unermessliches Leid und Zerstörung hervorgerufen hatte.
Im Gedenken an die opferreiche Befreiung von Krieg und Faschismus haben sich die Kurhessische Kantorei Marburg und das Hessische Landestheater Marburg zu einem kreativen Projekt zusammengetan. Am Freitag (8. Mai) geht das gemeinsam erarbeitete Video auf den Kanälen der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien und des Hessischen Landestheaters Marburg online.
In kurzen musikalischen Sequenzen an der Orgel lässt Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum die Klage, den Schmerz und auch die Gewalt im Krieg hörbar werden. Im Wechsel dazu sprechen die Theaterintendantinnen Eva Lange und Carola Unser literarische Texte.
Realistisch-brutale Zitate aus Erich Maria Remarques Kriegsroman „Im Westen nichts Neues“ kontrastieren mit Ruhe ausstrahlenden Motiven eines Cchorals von Johann sebastian Bach. Die Kamera begleitet die Beiträge mit Bildern aus der still daliegenden Pfarrkirche.
Spürbar wird so die Spannung zwischen dem – in Marburg erlebbaren – Frieden und der Erkenntnis, dass weiterhin überall auf der Welt kriegerische Konflikte ausgetragen werden. Darüber hinaus richtet sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies an die Zuschauerinnen und Zuschauer und spricht im Video zum 75. Jahrestag der Befreiung.
Die ursprünglich für den 8. Mai in der Pfarrkirche geplante Veranstaltung von Kantorei und Landestheater hatte dem Friedensprojekt rund um die für November 2020 geplante Aufführung des „WAR REQUIEM“ von Benjamin Britten gegolten. Nun können dieses Konzert und sein Rahmenprogramm wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden. Mit dem Videoprojekt möchten die Initiatoriinnen und Initiatoren deutlich machen, dass „Frieden schaffen“ gerade heute wichtige Bedingung ist, um die Krisen der Menschheit meistern zu können.
Das Video erscheint am freitag (8. Mai) unter Anderem auf www.hltm.de. Außerdem ist es auf www.kurhessische-kantorei.de und bei den weiteren Partnern sowie auf den jeweiligen Seiten bei Facebook, Instagram und Vimeo abrufbar.

* pm: Hessisches Landestheater Marburg

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