Dank des schnellen Handelns mehrerer Beteiligter nahm die Polizei am Montag (15. Juni) einen mutmaßlichen Betrüger fest. Seine Opfer und ein Familienangehöriger informierten die Polizei umgehend nach den Taten.
Vorangegangen war der Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters bei einer 74-jährigen Marburgerin. Mittels geschickter Gesprächsführung gelang es diesem, die Seniorin dazu zu bringen, ihre Bankdaten preiszugeben und im Anschluss an einen weiteren angeblichen Bankmitarbeiter zu übergeben. Kurz darauf schöpfte sie Verdacht, informierte die Polizei und ließ ihre Karte unverzüglich sperren.
Einen weiteren – gleich gelagerten – Betrugsversuch in örtlicher Nähe konnte ein aufmerksamer Familienangehöriger verhindern. Vorangegangen war auch in diesem Fall der Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters, der eine 84-jährige Marburgerin zur Herausgabe ihrer PIN und zur Übergabe ihrer Bankkarte bringen wollte. Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen nahm eine Streife der Marburger Polizei den 26-jährigen Tatverdächtigen und mutmaßlichen Abholer der Bankkarten vorläufig fest. Die Ermittlungen dauerten am Dienstag (23. Juni) noch an. Die Betrugsversuche erfolgten am Montag (15. Juni) zwischen 11.45 und 12.30 Uhr.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Präventionstipps: Banken fragen niemals telefonisch nach PIN-Nummern oder anderen vertraulichen Zugangsdaten und schicken auch keine Mitarbeiter zur Abholung von Bankkarten an die Haustür. Wer entsprechende Anrufe erhält, sollte das Gespräch sofort beenden, keine Daten preisgeben, die Polizei informieren und die Bank in Kenntnis setzen. Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist oder entsprechende Anrufe erhalten hat, wird gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
* pm: Polizei Marburg