Mehrere Versammlungen und Veranstaltungen in Gießen und in Marburg hat die Polizei am Samstag (14. März) begleitet. Sie alle fanden im Kontext der bevorstehenden Kommunalwahl statt.
Während einer AfD-Kundgebung im Seltersweg in Gießen beleidigte ein Teilnehmer einen Medienvertreter. Die Polizei stellte die Personalien fest und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung ein. Außerdem erteilte sie dem 70-jährigen Tatverdächtigen einen Platzverweis.
Zudem kam es im Bereich der Kundgebung zu einem Gerangel zwischen einem 31-jährigen Passanten und einer 56-jährigen Frau. Er soll sie zu Boden gestoßen haben, was vermutlich eine Verletzung an ihrer Hand zur Folge hatte. Polizeikräfte stellten die Identität des Tatverdächtigen fest und nahmen ihn zur Durchführung weiterer polizeilichen Maßnahmen mit auf die Wache.
Den Mann erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung – im Gegenzug erstattete er Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen die 56-jährige Demonstrantin. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er die Wache wieder verlassen. Auch ihm erteilte die Polizei einen Platzverweis.
In Marburg verliefen die Veranstaltungen mehrerer Parteien und eine Versammlung am Christa-Czempiel-Platz friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. In der Spitze befanden sich dort rund 100 Menschen. Gegen 18.30 Uhr versammelten sich etwa 250 Personen am Marburger Hauptbahnhof, um an einer Versammlung unter dem Motto „Kein Frieden mit dem Rechtsruck“ teilzunehmen.
Nach einer Auftakt-Kundgebung liefen die Teilnehmenden als Demonstrationszug durch die Innen- und Oberstadt. Sie beendeten die Versammlung um 20 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz. Auf der Demonstrationsstrecke zündeten Teilnehmende mehrmals Pyrotechnik, worauf der Zug jeweils gestoppt werden musste, bis die Pyro abgebrannt war beziehungsweise gelöscht wurde.
* pm: Polizei Marburg