Regionalismusforschung: Internationale Tagung mit Gender Lecture in Marburg

Neue Perspektiven der afrikanischen Regionalismusforschung stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung in Marburg. Bei einer öffentlichen Gender Lecture mit Prof. Dr. Bagele Chilisa diskutiert sie innovative Methoden .
Wie lässt sich afrikanischer Regionalismus jenseits westlicher Denkmuster untersuchen? Mit dieser Frage beschäftigt sich von Montag (30. Juni) bis Donnerstag (3. Juli) ein internationaler Workshop an der Philipps-Universität Marburg. Unter dem Titel „(Re)conceptualizing / (re)thinking methodological approaches to study African regionalism“ kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um alternative, dekoloniale Forschungsansätze zu diskutieren. Im Rahmen der Tagung findet am Dienstag (1. Juli) zudem eine öffentliche Gender Lecture mit der renommierten postkolonialen Forscherin Prof. Dr. Bagele Chilisa statt.
Der Vortragstitel lautet „Questioning Gender Norms Through African-Rooted Feminisms“. Der Vortrag findet am Dienstag (1. Juli) ab 18.15 Uhr im Deutschen Sprachatlas am Pilgrimstein in Marburg statt. Die jährliche „Gender Lecture“ des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung (ZGS) wird in diesem Jahr in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Netzwerk „Re-centering African Subjects and Subjectivities“ (RASS) organisiert. Bagele Chilisa hält die Lecture in englischer Sprache.
Die Tagung läuft im Rahmen des – von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten – Netzwerks „Re-centering African Subjects and Subjectivities“ (RASS). Das Netzwerk wird von Dr. Mariel Reiss vom Zentrum für Konfliktforschung geleitet und vereint 14 internationale Wissenschaftler*innen aus Politikwissenschaft, Soziologie, Anthropologie und verwandten Disziplinen. Gemeinsam arbeiten sie an einer neuen Forschungsperspektive auf afrikanischen Regionalismus, die afrikanische Akteur*innen und Wissensbestände in den Mittelpunkt stellt. Das Ziel ist, bestehende Theorien weiterzudenken, neue methodische Zugänge zu entwickeln und fundierte Beiträge zur Dekolonisierung der Regionalismusforschung zu leisten. Nachdem der erste internationale Workshop wurde im Oktober 2024 in Accra, Ghana, erfolgreich ausgerichtet, freut sich Reiss nun darauf die Netzwerkmitglieder in Marburg empfangen zu können.

* pm: Philipps–universität Marburg

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