An der Biegenstraße: Verein übergab Spende für Kunstmuseum

Eine Spende übergaben die „Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte“ an Universitätspräsidentin Prof. Katharina Krause und Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck. Der Baustein symbolisierte das letzte Mosaikteil eines großen Gesamtwerks.
Für eine Raumpatenschaft für das Foyer des Kunstmuseums hatte der Förderverein in den vergangenen vier Jahren 100.000 Euro gesammelt. Zusammengekommen ist das Geld mit Hilfe seiner Mitglieder und zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer.
Den Stein ins Rollen gebracht hatten die Museumsfreunde Anfang 2014 während einer Vorstandssitzung. Sie entschieden sich, 100.000 Euro für die Raumpatenschaft des Foyers zu sammeln. Das war eine stolze Summe für den Förderverein.
Mit dem Geld sollte das Foyer des Kunstmuseums saniert und die Spendenkampagne „Kunst braucht Raum“ der Philipps-Universität unterstützt werden. Was mit einer Anzahlung von 10.000 Euro begann, ist jetzt mit der Übergabe der letzten Rate von 26.590,48 Euro vollbracht. Universitätspräsidentin Krause bedankte sich für das großartige Engagement, das die Sanierung des Eingangsfoyers im Kunstmuseum möglich macht.
Vom Benefizkonzert bis zu Versteigerung von Kunst und historischem Baumaterial reichte das Spektrum der Sammelaktionen. Die Marburger Schlosskonzerte, der Rotary-Club Marburg und zahlreiche Mitglieder hatten den Verein mit Spenden und Spendenaktionen unterstützt. Hinzu kamen Bußgelder und Geburtstagsspenden.
So lud der Vereinsvorsitzende Horst Piringer an seinem 75. Ehrentag Freunde, Verwandte und Familie zu einem Klavierkonzert in den Fürstensaal im Landgrafenschloss ein. Statt Geschenke gab es Spenden zugunsten der Foyer-Patenschaft. Insgesamt 12.853,11 Euro waren ein weiteres Steinchen zum Erfolg.
Wenn das Kunstmuseum im Oktober 2018 wieder seine Türen öffnet, wird das Eingangsfoyer dank des Engagements der Museumsfreunde einen lichtdurchfluteten und eleganten Eindruck machen. „Wir hatten zunächst nicht daran geglaubt, die 100.000 Euro zu schaffen – doch wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen“, sagte Piringer, der sich über das Engagement der Mitglieder sowie vieler Helfer und Helferinnen freut.
Der Name der Spendenkampagne „Kunst braucht Raum“ ist wörtlich zu nehmen. Dabei geht es darum, die Innenräume des Kunstmuseums an der Biegenstraße zu sanieren, damit dort erstklassige Kunstwerke angemessen präsentiert werden können. Den Kern der Kampagne bilden Raumpatenschaften.
Raumpatinnen und Raumpaten spenden Geld für die Sanierung ihres Raumes, wobei sich die Beträge an der Größe und Lage im Kunstmuseum orientieren. Bislang wurden bereits 17 Raumpatenschaften übernommen, womit – zusammen mit allen anderen Spenden – schon rund 852.000 Euro eingegangen sind. Über 400.000 Euro werden noch benötigt.
Raumpate können Einzelpersonen, Firmen oder Gruppen von engagierten Menschen gemeinsam werden. Jeder Raum wird nach den entsprechenden Förderern benannt und mit einer Namenstafel versehen.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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