Der Landkreis erinnert an Frauen, die die bundesdeutsche Demokratie geprägt haben. Eine Ausstellung im Kreishaus präsentiert „Mütter des Grundgesetzes“.
Mit der Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ würdigt die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf die Frauen, die maßgeblich an der Entstehung des Grundgesetzes beteiligt waren. Ihr Einsatz wirkt bis heute nach. Die Ausstellung ist vom Freitag (13. Februar) bis Freitag (13. März) im Foyer der Kreisverwaltung „Im Lichtenholz“ 60 kostenlos zu sehen.
Auf 17 Plakaten stellt die Ausstellung die Frauen in den Mittelpunkt, die entscheidend an der Gestaltung des Grundgesetzes mitgewirkt und sich mit großem politischem Engagement für die Verankerung der Gleichberechtigung eingesetzt haben. Im Parlamentarischen Rat 1948/49 erkämpften die vier Frauen Elisabeth Selbert, Friederike Nadig , Helenene Weber und Helene Wessel die Aufnahme des verfassungsrechtlichen Gleichberechtigungssatzes in das Grundgesetz. Ihre Arbeit hat die Grundlage für demokratische Teilhabe und Gleichstellung geschaffen – und erinnert zugleich daran, wie wichtig weibliche Stimmen in politischen Entscheidungsprozessen auch heute noch sind.
Vor dem Hintergrund der Kommunalwahl am 15. März 2026 soll die Ausstellung dazu anregen, sich mit politischem Engagement von Frauen auseinanderzusetzen und Mut machen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Sie lädt dazu ein, historische Vorbilder kennenzulernen und deren Einsatz als Inspiration für gegenwärtige und zukünftige politische Beteiligung zu verstehen.
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag (13. Februar) um 16 Uhr. Zur Ausstellungseröffnung sprechen Landrat Jens Womelsdorf sowie Susanne Selbert, die als Enkelin von Elisabeth Selbert ihre Erinnerungen an die Vorkämpferin der Gleichberechtigung teilt. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg.
Organisiert wird die Ausstellung vom Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) Berlin. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Ausstellung. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf