Verwaltung vereint: BR-Stiftung organisiert G.-A.-Lienert-Stiftung

Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung übernimmt die Verwaltung der G.-A.-Lienert-Stiftung zur Nachwuchsförderung in Biopsychologischer Methodik. Interessierte Wissenschaftler können sich bis Samstag (31. März) für Stipendien bewerben
Zum 1.1.2021 hat die in Marburg ansässige Stiftung die Verwaltung der G.-A.-Lienert-Stiftung übernommen. Zweck der G.-A.-Lienert-Stiftung ist die Nachwuchsförderung in Biopsychologischer Methodik. Sie wurde im Jahr 1990 mit Sitz in Gießen gegründet und später nach Prof. Dr. Dr. Dr. hc. Gustav Adolf Lienert benannt.
Lienert lebte vom 13. Dezember 1920 bis zum 8. Mai 2001. Der Professor für Psychologische Methodik hat sich um die Nachwuchsförderung in der Biologischen Psychologie und Methodik verdient gemacht.
Die G.-A.-Lienert-Stiftung vergibt jährlich mehrere Stipendien von bis zu 3.200 ? an Doktorandinnnen und Doktoranden sowie Habilitandinnen und Habilitanden der Psychologie) für einen Forschungsaufenthalt an einem in-
oder ausländischen Institut zum Erwerb neuer biopsychologischer und gegebenenfalls auch statistischer Methoden, um diese Methoden an der Heimatinstitution zu implementieren. Eine Bewerbung für ein Stipendium ist jedes Jahr bis zum 31. März möglich. Die aktuelle Ausschreibung finden Interessierte unter www.br-stiftung.de/foerderung/stipendien/.
Die G.-A.-Lienert-Stiftung ist in ihren Entscheidungen eigenständig. Ihrem Stiftungsvorstand gehören Prof. Dr. Dr. Petra Netter von der
Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Ursula Stockhorst von der Universität Osnabrück sowie Prof. Dr. Peter Kirsch vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und der Universität Heidelberg an.
Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung unterstützt die G.-A.-Lienert-Stiftung in allen administrativen Aufgaben. Dazu gehören die Verwaltung des Stiftungsvermögens, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Betreuung der Stipendiaten.
Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen zur Förderung der Hochschulmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg errichtet. Mit ihrem Stiftungskapital von 100 Millionen Euro, aus dessen Zinserträgen die Förderung erfolgt, gehört sie zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland. Gegründet wurde die Von-Behring-Röntgen-Stiftung im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006 mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu entwickeln und zu sichern.
Neben der Verwaltung der eigenständigen G.-A.-Lienert-Stiftung betreut die Von-Behring-Röntgen-Stiftung den Netter-Stiftungsfonds. Er hat die Forschungs- und Nachwuchsförderung in der Medizin an den Hochschulen in Gießen und Marburg zur Aufgabe.

* pm: Von-Behring-Röntgen-Stiftung

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