Kliniken kennen Krebstherapien: Millionenbetrag für Kliniken in Frankfurt und Marburg

Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg ist neues Spitzenzentrum der Krebsmedizin. Die Deutsche Krebshilfe fördert es mit 4,2 Millionen Euro.
Die Stiftung Deutsche Krebshilfe hat das UCT Frankfurt-Marburg als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet. Das „Comprehensive Cancer Center“-Konsortium des Universitätsklinikums Frankfurt, des Krankenhauses Nordwest und des Universitätsklinikums Marburg hatte sich in einer kompetitiven Begutachtung durch ein international besetztes Expertengremium behauptet.
„Die internationale Gutachterkommission hat dem UCT Frankfurt-Marburg eine ausgezeichnete Versorgungsqualität für Krebspatienten sowie eine führende Rolle in der Krebsforschung bescheinigt“, verkündete der VorstandsvorsitzendeGerd Nettekoven von der Deutschen Krebshilfe am Mittwoch (3. Februar). Mit der Auszeichnung ist eine Förderung von 4.200.000 Euro über einen Zeitraum von vier Jahren verbunden.
Insgesamt fördert die Deutsche Krebshilfe 14 universitäre Onkologische Spitzenzentren in Deutschland. Vier davon werden als Konsortien gefördert. „Mit diesem neuen Comprehensive Cancer Center (CCC)-Konsortium will die Deutsche Krebshilfe ihre vor fast 14 Jahren auf den Weg gebrachte Initiative der CCC fortentwickeln, die Versorgungsstrukturen weiter prägen und somit die Versorgung von Krebspatienten in den beiden Regionen Frankfurt am Main und Marburg stärken und kontinuierlich verbessern“, erklärte Nettekoven.
„Mit dem Zusammenschluss im UCT Frankfurt-Marburg haben wir den Grundstein für eine strukturierte und zukunftsorientierte Patientenversorgung und Krebsforschung in ganz Hessen gelegt“, stellte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jürgen Graf vom Universitätsklinikum Frankfurt fest. „Die Kooperation zwischen Marburg und Frankfurt wird die Versorgung von Krebspatienten nicht nur im urbanen Umfeld, sondern auch hier bei uns im ländlichen Raum auf eine Ebene heben zum Wohle der Patienten“,
sagetder Ärztliche Geschäftsführer Prof. Dr. Harald Renz vom Universitätsklinikum Marburg, über die Auszeichnung.
Seit drei Jahren arbeiten die Krebszentren des Universitätsklinikums Frankfurt, des Krankenhauses Nordwest und des Universitätsklinikums Marburg eng zusammen, um den Aufbau eines hessenweiten onkologischen Netzwerks für eine koordinierte, heimatnahe Patientenversorgung voranzutreiben und die gemeinsamen Anstrengungen in der Krebsforschung und in klinischen Studien zu bündeln. Aus diesem Grund hatten sie sich gemeinsam als UCT Frankfurt-Marburg auf die Förderung für Exzellenz-Krebszentren durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe beworben.
Für den Frankfurter Standort ist das bereits seit 2009 die vierte erfolgreiche Bewerbung in Folge. Neu ist die Beteiligung der Marburger Wissenschaftler und Ärzte der Philipps-Universität Marburg und des Universitätsklinikums Marburg und somit die Fusion zum UCT-Frankfurt-Marburg.

* pm: Philipps-Universität Marburg

Ein Kommentar zu “Kliniken kennen Krebstherapien: Millionenbetrag für Kliniken in Frankfurt und Marburg

  1. Pingback: Ministerieller Glückwunsch: Dorn würdigt Klinikverbund in Frankfurt und Marburg – marburg.news