Zum Austausch: Ausbildung für Lehramt wird internationaler

Im Programm „Lehramt.International“ fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Auslandsaufenthalte von Lehramtsstudierenden und die Internationalisierung des Lehramtsstudiums. Das Projekt „LiMa – Lehramt international in Marburg“ erhält aus diesem Programm rund 600.000 Euro.
Das gemeinsame Projekt des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL), der Fächer Biologie, Geographie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften (EGL) sowie des International Office will die Auslandsmobilität in den beteiligten Lehramtsfächern stärken und Angebote der internationalisierung aufbauen. „Das Projekt bildet einen wichtigen Baustein im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Philipps-Universität, in der Lehrende sowie Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit erhalten sollen, ein internationales Qualifikationsprofil in einem interkulturellen Lehr- und Lernumfeld zu erhalten“, erklärte Petra Kienle vom International Office der Philipps-Universität.
„Als lehrerbildende Universität versteht es die Universität Marburg als ihre Aufgabe, zukünftige Lehrerinnen und Lehrer für das Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit zunehmend unterschiedlichen sozioökonomischen, kulturellen und sprachlichen Hintergründen auszubilden“, ergänzte ZfL-Geschäftsführerin Annette Huppert. Dazu könnten Studien- und Praxisaufenthalte im Ausland wesentlich beitragen.
An der Philipps-Universität studieren derzeit rund 2.200 Studierende im Studiengang Lehramt an Gymnasien (L3). Das Projekt „LiMa“ soll sie bei der Auslandsmobilität unterstützen.
Dazu sollen zunächst systematisch die Hindernisse für Auslandsaufenthalte von Lehramtsstudierenden erhoben werden. Geschehen könnte das etwa durch Befragungen von Studierenden. Auf dieser Basis sollen strukturierte Austauschprogramme und fachspezifische Beratung zu den Programmen sowie fachspezifische Sprachförderangebote entwickelt werden.
Mehr Möglichkeiten für internationale Praktika sowie ein Ausbau des Netzwerks an Partnerschulen gehören ebenfalls zu den Zielen des Projekts. Außerdem will die Universität unter dem Dachbegriff „internationalisation@home“ digitale Angebote im Bereich Internationalisierung ausbauen.
Organisieren möchte sie zum Beispiel gemeinsame digitale Lehre mit Studierenden aus Marburg und von Partneruniversitäten. Diese Angebote sollen durch eine internationale Summer School zur Lehrerbildung ergänzt werden.
Verlässliche Studienstrukturen in der Internationalisierung sollen die Auslandsmobilität in den beteiligten Fächern erhöhen und die interkulturellen Kompetenzen der Studierenden stärken. Dazu soll Mobilität in den Studien- und Prüfungsordnungen verankert werden. Geplant ist außerdem, Möglichkeiten zu schaffen, internationale Perspektiven in einem ansonsten überwiegend national ausgerichteten Studiengang in der Lehre der Universität zu erwerben.
Welche Maßnahmen dazu am besten geeignet sind, soll gemeinsam mit den europäischen Partneruniversitäten Montpellier in Frankreich, Poznan in Polen, Lissabon in Portugal, Sibiu in Rumänien und Kragujevac in Serbien diskutiert werden. Mit diesen Universitäten sollen auch Austauschprogramme entwickelt werden.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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