Kulante Klugheit: Freundlichkeit hilft mehr als „Kauf lokal“

Mit vorbildlichen Aktionen helfen Stadt und Kreis Handel, Kunst und Kultur durch die Corona-Krise. Dazu zählt auch die neue Kampagne „Kauf lokal“.
Die Aktion des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPA) mit Konzerten vor Pflegeheimen ist ebenso Ausdruck gelebter Solidarität wie die Nachbarschaftshilfe Marburg oder die überaus wirkungsvollen „Stadt-Geld-Gutscheine“. All das belegt die besondere soziale Verbundenheit der Menschen in Marburg. Dank all dieser Aktivitäten können die meisten Menschen ebenso wie Kunstschaffende oder Gastronomie und Einzelhandel einigermaßen gut durch die Krise hindurchkommen.
Auch „Kauf lokal“ ist zweifellos eine vorbildliche Initiative. Leider mangelt es manchen Marburger Kaulfeuten aber an der nötigen Kundenfreundlichkeit und Kulanz. Insbesondere in größeren Filialbetrieben trifft die Kundschaft mitunter auf unfreundliche oder unwillige Beschäftigte.
Die „Gesichter“ von „Kauf lokal“ gehören nicht zu diesen unfreundlichen Geschäftsleuten. In Marburg treffen Kundinnen und Kundinnen auch immer wieder auf überaus hilfsbereite Verkäuferinnen und Verkäufer. Doch leider gibt es auch zu viele abweisende Angestellte im Handel.
Menschen mit asiatischem Aussehen oder dunklerer Haut berichten auch von rassistischem Verhalten von Verkaufspersonal. Sicherlich gibt es dergleichen nicht nur in Marburg. Doch dem Appell „Kauf lokal“ wäre viel geholfen, wenn mehr Mitarbeitende in Geschäften und Restaurants das Motto beherzigen würden: „Der Kunde ist König, egal wie er daherkommt.“

* Franz-Josef Hanke

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