Coronavirus im Doppelpack: Auch Ehemann der infizierten Frau positiv getestet

Nach einem positiven Test bei einer 50 Jahre alten Frau hat die Nachuntersuchung auch bei ihrem gleichaltrigen Ehemann den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Damit gibt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf zwei bestätigte Corona-Infektionen.
Beide waren am Wochenende im eigenen Auto aus Südtirol zurückgekehrt. Kontakte zu anderen hatten die Betroffen seit ihrer Rückkehr nicht.
Nach ihrer Rückkehr aus Südtirol, das als Risikogebiet gilt, hat das Ehepaar selbst Kontakte gemieden und ärztlichen Rat eingeholt. Bei der Frau, die auch leichte Symptome hat, fiel ein Test auf das Coronavirus positiv aus.
Das Testergebnis bei ihrem Ehemann war zunächst nicht eindeutig. Die notwendige Nachuntersuchung bestätigte schließlich, dass sich der 50-jährige Mann ebenfalls mit dem Erreger infiziert hat.
Beide Betroffenen halten sich in häuslicher Isolierung auf. Ärzte des Gesundheitsamts betreuen sie.
Die Isolierung wird voraussichtlich zwei Wochen andauern. Voraussetzung für eine Aufhebung der Isolierung ist, dass die Betroffenen keine Beschwerden mehr haben und zwei Tests negativ verlaufen.
„Die Betroffenen haben richtig gehandelt und Kontakte zu Dritten bis zur ärztlichen Abklärung vermieden“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Das sei der richtige Weg, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen, betonte auch Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes, die gleichzeitig nochmals auf die wichtigsten Hygieneregeln hinwies:
Man sollte seine Hände gründlich mit Seife waschen. Die Anwendung von Desinfektionsmitteln ist nicht nötig.
die Nies- und Hustenetikett schreibt vor, immer in die Armbeuge zu husten oder niesen. Zudem sollte man zu Hause bleiben, wenn man krank ist. Schließlich sollte man Räume regelmäßig gut lüften.
„Wir teilen auch die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, dass die Gefährdung für die Bevölkerung derzeit als mäßig einzuschätzen ist“, erklärte die Landrätin. Wichtig sei, „einen kühlen Kopf zu bewahren, die Lage aufmerksam zu beobachten und angemessen zu reagieren“.
Die Verläufe einer Infektion mit dem Coronavirus seien meist mild, gleichwohl könnten aber auch – insbesondere bei älteren Menschen oder bei Menschen mit Vorerkrankungen – schwerere Verläufe vorkommen, erläuterte Wollenberg.
Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, unter der Informationen, zum Beispiel für Reiserückkehrer, erfragt werden können. Das Gesundheitsamt bittet Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich bei der Hotline zu melden. Sie ist werktags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 06421/405-4444 erreichbar.
Eine aktuelle Übersicht über die Risikogebiete bietet die Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de. Im Krankheitsfall können sich Betroffene außerdem an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 oder an ihren Hausarzt wenden. Außerdem steht die Hotline des Hessischen Sozialministeriums unter 0800/5 55 46 66 zur Verfügung.

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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