Für Alleinerziehnde: ElternRaum und Kinder-Zeit in der FBS

Ein neues Angebot für allein- und getrennt erziehende Familien hat die Stadt Marburg am Montag (3. August) vorgestellt. Es heißt „ElternRaum“ und „Kinder-Zeit“.
Um den Familien-Alltag langfristig gesund, aktiv und gut unterstützt gestalten zu können, gibt es für alleinerziehende Eltern ein neues Angebot in Marburg. Der „ElternRaum“ bietet einen geschützten Rahmen, in dem Erfahrungen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und hilfreiche Anregungen mitgenommen werden können. Wer Kinder überwiegend allein erzieht, kennt die täglichen Herausforderungen zwischen Verantwortung, Zeitdruck und dem Wunsch nach Entlastung: Oft bleibt neben Beruf, Kinderbetreuung und Haushalt wenig Raum für die eigenen Bedürfnisse. Gleichzeitig wünschen sich viele allein-
und getrennt erziehende Eltern den Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen, praktische Unterstützung und Möglichkeiten, neue Kraft zu schöpfen.
Mit dem neuen Projekt „ElternRaum – Zeit für uns“ entsteht in Marburg ein Angebot, das genau an dieser Schnittstelle ansetzt. Es richtet sich an allein- und getrennt erziehende Mütter und Väter. Sein Ziel ist, Begegnungen zu ermöglichen, soziale Netzwerke zu stärken und gesundheitsfördernde Impulse für den Familienalltag zu geben. Dabei soll die Botschaft gelten: „Niemand muss die Herausforderungen des Alltags allein bewältigen.“
Geplant sind regelmäßige Treffen zum gegenseitigen Austausch sowie Angebote für Bewegung und Entspannung. Hinzu kommen Workshops zu Themen wie Stressbewältigung, gesunde Ernährung, Alltagsorganisation und zu weiteren alltagsrelevanten Themen. Daneben gibt es gemeinsame Aktivitäten für Eltern und Kinder.
Während die Erwachsenen Zeit für Gespräche, Informationen und kleine Auszeiten finden, können die Kinder zeitgleich an altersgerechten Bewegungs-
und Gesundheitsangeboten teilnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die gezielte Ansprache allein- und getrennt erziehender Väter. Im Verlauf des Förderzeitraums bis 2029 wird das Projekt schrittweise ausgebaut.
Geplant sind wöchentliche – ohne Anmeldung besuchbare – Angebote. Dazu gehören der „ElternStart“ für Eltern mit jüngeren Kindern am Vormittag, das „ElternForum“ am Nachmittag, regelmäßige Bewegungsangebote, vierteljährliche Workshops sowie gemeinsame Familienausflüge. Ziel ist dabei, einen lebendigen Begegnungsort für allein- und getrennt erziehende Familien in Marburg zu schaffen und langfristig tragfähige Netzwerke gegenseitiger Unterstützung aufzubauen.
Die ersten Termine des „ElternForums“ sind Donnerstag (13. August) und Donnerstag (10. September) jeweils von 16 bis 18 Uhr. Veranstaltungsort ist der Seminarraum im 1. Obergeschoss der Evangelischen Familien-Bildungsstätte am Barfüßertor. Der „ElternStart“ beginnt am Montag (28. September). Er findet von 9.30 bis 11.30 Uhr im im Treffpunktraum der Evangelischen Familien-Bildungsstätte an der Universitätsstraße statt.
Weitere Termine und Veranstaltungsorte sind auf der Website der Evangelischen Familien-Bildungsstätte Marburg (fbs) veröffentlicht. Die Angebote können über die Kursnummern „ElternStart“ (P60-600) und „ElternForum“ (P60-601) gefunden werden. Alle Angebote sind kostenfrei und offen, eine Anmeldung ist daher nicht nötig. Fragen beantwortet Projektkoordinatorin Vanessa-Laura Nagel entweder per E-Mail an Vanessa-Laura.Nagel@fbs-marburg.de oder telefonisch unter 0151/21631018. Auf Wunsch ist auch die Aufnahme in die WhatsApp-Gruppe möglich.
Die operative Umsetzung des Projekts übernimmt die Evangelische Familien-Bildungsstätte Marburg. Die fbs koordiniert die Angebote, gestaltet die Inhalte und begleitet die Durchführung. Die Universitätsstadt Marburg unterstützt das Projekt als kommunale Kooperationspartnerin im Rahmen der strategischen Steuerung und Begleitung.
Weitere Partnerinnen und Partnern unterstützen zudem bei der Entstehung eines nachhaltigen Unterstützungsangebots für allein- und getrennt erziehende Familien in Marburg. Das Projekt „ElternRaum“ wird bis zum 31. Mai 2029 nach Paragraph 20a im 5. Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB V) gefördert. Die Förderung erfolgt mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit.

* pm: Stadt Marburg

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