Mitwirkungsbereitschaft ausgenutzt: Magistrat kündigt zwei Befragungen zur Oberstadt an

Mit zwei schriftlichen Befragungen will die Stadt die Sichtweise auf die Oberstadt weiter schärfen. Bewohnende der Oberstadt und die übrige Stadtbevölkerung erhalten entsprechende Fragebögen.
Weitere Befragungen der Gewerbetreibenden und der Immobilienbesitzer*innen folgen. Das kündigte die Stadtverwaltung am Mittwoch (20. November) an.
Nachdem die „Aktion Rotes Sofa“ im Spätsommer den Auftakt zum Zukunftskonzept Oberstadt gemacht hat, werden nun die mehr als 3.200 Bewohnerinnen und Bewohner der Oberstadt zu ihrer Sicht auf den Stadtteil befragt. Dazu erhalten sie alle ab Donnerstag (21. November) postalisch einen Fragebogen, der zusätzlich im Internet bereitgestellt wird. Die Beantwortung des Fragebogens – schriftlich oder online – ist anonym und dauert ungefähr 15 Minuten.
Für die Teilnahme wird ein personalisierter Zugangsschlüssel mitgesendet, der sicherstellt, dass jede Person nur einmal teilnimmt. Parallel dazu bietet die Stadt der gesamten Stadtbevölkerung in einer offenen Online-Befragung an, sich zur Oberstadt zu äußern und die eigene Sichtweise und Ideen einzubringen.
Beidere Fragebögen sind unter marburgmachtmit.de/page/befragung_oberstadt zu finden. Einsendungen zu beiden Befragungen sind bis Sonntag (15. Dezember) möglich.
Sämtliche Antworten fließen in die Erarbeitung des Zukunftskonzepts Oberstadt ein. Sie sollen dazu beitragen, das Quartier nach den Wünschen der Bewohnenden zu verbessern und dabei auch die Perspektive der übrigen Stadtbevölkerung mit einzubeziehen.
Darüber hinaus werden in den Adventswochen auch die Gewerbetreibenden in der Oberstadt befragt. Eine Kontaktaufnahme mit den Immobilienbesitzer*innen ist ebenfalls in der nächsten Zeit vorgesehen.
Mit den Befragungen ist die Bestandsaufnahme für das Konzept abgeschlossen. Postkarten mit Vorschlägen können Interessierte noch bis Freitag (29. November) einsenden, um in die Auswertung einzufließen.
Aber auch danach sind Anregungen noch jederzeit willkommen, betont die Stadt. Die Frist diene dazu, die Zwischenergebnisse zu sichern und eine Bilanz zu ziehen.
Auf Basis der Ergebnisse geht es Anfang 2020 in die Formulierung konkreterer Zukunftsbilder. Dazu wird die Stadt unter anderem eine Perspektivenwerkstatt anbieten. Aus all den Anregungen und Ideen soll dann Ende 2020 ein Zukunftskonzept erstellt und öffentlich präsentiert werden.
Begleitet wird der Prozess vom Stadtplanungsbüro FIRU aus Kaiserslautern sowie einer Koordinierungsgruppe, die sich aus Beschäftigten der Stadtverwaltung und Akteuren vor Ort zusammensetzt. Die Projektleitung liegt beim Fachdienst für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung der Universitätsstadt Marburg.

* pm: StadtMarburg

Kommentare sind abgeschaltet.