Fridays for Future: zukunftsfähiger Unterricht auf der Straße

Die Aktion Fridays for Future ist in ganz Deutschland groß eingeschlagen. Auch in Marburg schwänzten kluge junge Menschen für den Klimaschutz die Schule.

Es gibt viele Wege, sich zu engagieren. Demonstrationen für Klimaschutz sind sehr sinnvoll, auch wenn manche etwas anderes behaupten. Nicht nur in Marburg demonstrieren Schülerinnen und Schüler; Weltweit gehen Menschen für den Schutz des Klimas auf die Straße.
Alleine dafür, dass so viele den Mut haben, die Schule für den Klimaschutz zu schwänzen, verdienen sie volle Anerkennung. Ärgerlich ist, dass die Schüler noch schwänzen müssen, um zu demonstrieren.
Lehrer sollten seite an seite mit ihnen auf diesen Demonstrationen mitlaufen. Sicherlich ist das sinnvoller als langweiliger Unterricht.
Mit dem Ausfall des Unterrichts kritisieren Gegner diese Aktion. Der Unterricht sei wichtiger als die Demonstrationen. Dadurch behaupten sie aber auch, Bildung sei wichtiger als die Umwelt. Das sagt mehr über sie aus als über die kritisierten Schüler. Was nützt Bildung für eine Zukunft, die bald schon in steigendem Hochwasser ertrinkt oder in brütender Hitze verbrennt?
Bundeskanzlerin Angela Merkel macht den Demonstrierenden nicht gerade Mut, wenn sie „Fridays for Future“ in einem Atemzug mit der aus Russland gesteuerten „hybriden Kriegsführung“ nennt. Anders hat es der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spiess gemacht: Er hat die 16-jährige Klima-Aktivistin Gretha Thunberg mit einem Offenen Brief nach Marburg eingeladen. Er hofft, dass sie noch im Jahr 2019 zeit für diesen Besuch findet. Diese Hoffnung teilen sicherlich viele weitsichtige Marburgerinnen und Marburger. Allerdings sollte aktives Eintreten für Klima- und Umweltschutz schon vor diesem Besuch beginnen.

*Luca Mittelstaedt

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