Gewalttäter im Gefängnis: Verdächtiger von Polen nach Marburg ausgeliefert

Nach dem Tötungsdelikt in Marburg ist die Auslieferung des 42-jährigen Tatverdächtigen nach Deutschland erfolt. Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag (6. November) mitgeteilt.
In dem Ermittlungsverfahren wegen Mordes an einer 35-jährigen Frau in Marburg wurde am Donnerstag (5. November) auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Marburg, ein dringend Tatverdächtiger polnischer Staatsangehöriger nach Deutschland ausgeliefert. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mittelhessen nahmen ihnnach Überstellung an der Grenze fest und brachten ihn nach Marburg. Nach dem Tötungsdelikt am Dienstag (20. Oktober) hatte sich der Mann nach Polen abgesetzt. Dank umfangreicher und intensiver Ermittlungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft Marburg und der Kriminalpolizei Marburg sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden wurde der Tatverdächtige am Donnerstag (22. Oktober) in Polen lokalisiert und festgenommen.
Nach bisherigen Erkenntnissen steht der festgenommene polnische Staatsangehörige im dringenden Verdacht, die 35-jährige Frau am Dienstag (20. Oktober) durch 19 Messerstiche getötet zu haben. Zwischen Täter und Opfer bestand zumindest in der Vergangenheit eine Beziehung. Die Frau hielt sich wegen eines anderen Ex-Partners in einem Frauenhaus auf.
Am Dienstag (20. Oktober) traf sie sich mit dem 42-jährigen Tatverdächtigen in Marburg. Anschließend soll der Mann sie getötet haben. Das Motiv und die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Beschuldigte wurde am Freitag (6. November) auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Marburg der zuständigen Haftrichterin am Amtsgericht Marburg vorgeführt. Sie erließ antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl. Der Verdächtige befindet sich nun in einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Die Staatsanwaltschaft Marburg und das Polizeipräsidium Mittelhessen dankten den beteiligten polnischen Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.

* pm: Polizei Marburg

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