Tief erschüttert: Linke zu Femizid an 35 jähriger Frau

Die Tötung einer Frau in Marburg macht fassungslos. Das erklärte Die Linke am Samstag (24. Oktober).
Der Kreisvorstand der Linken Marburg-Biedenkopf ist tief erschüttert über den mutmaßlichen Femizid an einer 35-jährigen Frau in Marburg: „Den Angehörigen, Freund*innen und allen Menschen, die ihr nahestanden, gilt unser aufrichtiges Mitgefühl. Ihnen wünscht Die Linke Marburg-Biedenkopf viel Kraft in dieser schweren Zeit.“
Die Tat führe auf erschütternde Weise vor Augen, dass Gewalt gegen Frauen tödlich enden kann. „Die genauen Hintergründe müssen sorgfältig aufgeklärt werden“, forderte Di Linke. „Zugleich darf die Auseinandersetzung mit einer solchen Tat nicht bei der Aufklärung des Einzelfalls stehen bleiben.“
Häufig werden solche Taten vorschnell als „Beziehungstaten“ eingeordnet, ohne die geschlechtsspezifischen Hintergründe ausreichend zu berücksichtigen. Dadurch geraten die eigentlichen Opfer – zumeist Frauen –
aus dem Blick und werden nicht selten durch unterschwellige Schuldzuweisungen zusätzlich stigmatisiert. Diese Sichtweise ist Ausdruck einer nach wie vor patriarchal geprägten Gesellschaft, in der Vorstellungen von männlicher Autorität und Kontrolle über Frauen tief verankert sind.
Geschlechtsspezifischer Gewalt muss entschieden entgegengetreten werden! Frauen müssen wirksam vor Gewalt geschützt werden! Dafür braucht es eine langfristige und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Präventionsangeboten. Nur so können Betroffene in gefährlichen Situationen schnell Hilfe finden.

* pm: Die Linke Marburg-Biedenkopf

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