Der Gang zum Einkaufen wird immer frustrierender. Von Tag zu Tag wird der Tegut-Supermarkt in der Ketzerbach leerer.
Viele Regale sind bereits weitgehend ausgeräumt. Dabei wurde das Ende des Verkaufsbetriebs erst für Samstag (19. Dezember) angekündigt. Doch Frischfleisch war bereits am Donnerstag (5. November) gänzlich ausverkauft.
Traurige Verkäuferinnen und Verkäufer tragen natürlich auch nicht zum Frustrationsabbau bei der Kundschaft bei. Die schweizerische Migros-Gruppe hat das einstige Vorzeigeunternehmen Tegut gnadenlos heruntergewirtschaftet. Dieser Anbiete hat damit bewiesen, dass auf ihn kein Verlass ist. Das sollte auch seine eidgenössische Kundschaft bei ihren Kaufenttscheidungen bedenken!
Innerhalb von zehn Tagen haben mehr als 1.800 Marburgerinnen und Marburger eine Petition zum Erhalt des Supermarkts in der Ketzerbach unterschrieben. Zu wünschen wäre, dass sie Erfolg haben wird und ein anderer Anbieter den Supermarkt in der Ketzerbach weiterführt. Bedenken wegen einer Konzentration von Marktmacht, aufgrund derer das Bundeskartellamt eine Übernahme durch Rewe verboten hat, solltne angesichts der Bedeutung dieses Standorts gerade auch für Menschen mit Behinderungen hintanstehen.