Nach wochenlanger Hitze nässt nun Dauerregen die Wiesen und Wälder ein. Der Natur tut das gut.
Der Brand im Hürtgenwald ist endlich gelöscht. Bundeskanzler Friedrich Merz hat seinen Urlaub beendet und vor Ort den Löschkräften gedankt. Einige Bewohner haben ihm das nicht gedankt und ihn mit Pfiffen und „Buh“-Rufen empfangen.
Doch was hätte es ihnen oder dem Wald genutzt, wenn er vorher gekommen wäre? Dann wäre er wohl nur zwischen gestressten Feuerwehrleuten herumgestolpert und hätte ihre Arbeit behindert. Sicherlich wäre das wohl eine Geste an die bedrohte Bevölkerung gewesen, aber garantiert keine wirkliche Hilfe!
Wichtiger wäre, wenn er den Klimaschutz konsequent verfolgt und zur Chefsache erklärt hätte. Dieses Versäumnis kann er kaum aufholen; aber genau an diesem Engagemeent wird er fortan noch mehr gemessen werden als bisher bereits. Das Wetter von heute kann er kaum ändern, wohl aber das Wetter von morgen.
Auch Marburg hat hier einen riesigen Nachholbedarf: Die Versiegelung von Oberflächen wurde zuletzt noch bei der Umgesttaltung des Firmaneiplatzes umgesetzt, als dieser Unsinn längst als gefährlich gelten musste! Bäume mussten seit Jahren dem gepflasterten Stadtbild indischer Steinmetzprodukte weichen, wo zuvor noch kleine Grünflächen für Versicherungsmöglichkeiten gesorgt hatten.
Wenn laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin diesen Sommer mehr als 12.000 zusätzliche Hitzetote zu beklagen waren, dann müsste eigentlich ein Aufschrei durch das Land gehen! Wie wäre es, wenn es künftig einen Gedenktag für die Opfer der Klimakatastrophe gäbe? Von einer „Katastrophe“ muss man angesichts ihres Ausmaßes wirklich sprechen!