Für das Beratungszentrum „Vielfalt für queere Menschen“ hat Staatssekretärin Manuela Strube einen Förderbescheid an den Frauennotruf Marburg übergeben. Das Projekt sei ein „wertvoller BEITRAG ZU EINER VIELFÄLTIGEN GESELLSCHAFT“.
Queere Menschen haben im ländlichen Raum oft weniger Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung. Insbesondere bei Fällen von Gewalt und Diskriminierung sind sensibilisierte Ansprechstellen für Betroffene von Bedeutung. Eine solche ist bereits seit 2019 das „Beratungszentrum Vielfalt (BZV)“ als Anlaufpunkt für queere Menschen in der Stadt Marburg und im Kreis Marburg-Biedenkopf.
Die hessische Staatssekretärin Manuela Strube hat dem Frauennotruf Marburg als Träger des BZV am Freitag (21. August) einen Bescheid in Höhe von rund 30.000 Euro für den Förderzeitraum von April 2026 bis Ende März 2027 übergeben. „Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wertvollen Beitrag zu einer vielfältigen Gesellschaft und stärken die queere Community“, erklärte Strube. „Ich danke dem Team des BZV für diese wertvolle Arbeit.“
Das BZV bietet niedrigschwellige wie traumasensible Fachberatung und begleitet Betroffene bei Fällen von queerfeindlicher oder sexualisierter Gewalt. Der Kontakt findet telefonisch, digital oder nach Vereinbarung auf aufsuchend statt. Das Zentrum baut dabei fortlaufend die Zusammenarbeit mit Therapeutinnen und Therapeuten sowie mit Gewaltschutz, Jugendhilfe, Jugendvertretungen, Aids-Hilfe, Kliniken und regionalen Netzwerken aus. Zudem entwickelt das BZV-Team zusammen mit Aids-Hilfe und Klinikum Marburg die medizinische Versorgung nach erlebter Gewalt weiter. „Unsere Förderung ist nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zeichen der Anerkennung des Engagements aller Beteiligten“, betonte Strube abschließend.
* pm: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Wiesbaden