Ein neuer Radweg verbindet Dagobertshausen und Görzhausen. Die Bauarbeiten dauern bis Ende Oktober.
Derzeit wird der Wirtschaftsweg zwischen Dagobertshausen und dem Pharmastandort zu einem Radweg ausgebaut. Dadurch entsteht dort eine Bessere Anbindung für den Radverkehr. Mit stetig verbesserten Radwegeanbindungen wird das Fahrrad zudem eine attraktivere Alternative zum Auto für den Arbeitsweg aus den umliegenden Orten.
Der rund 900 Meter lange, geschotterte Wirtschaftsweg zwischen der Kreisstraße K77 und der L3092 wird auf einer Breite von drei Metern in Asphaltbauweise ausgebaut. Außerdem wird in Dagobertshausen ein neuer Durchstich zur Straße „Salzköppel“ hergestellt, der künftig mit einer Laterne ausgeleuchtet wird. „Mit dem Ausbau dieses Radwegs schaffen wir nicht nur eine bessere Verbindung zwischen dem Stadtteil Dagobertshausen und dem Wirtschaftsstandort Görzhäuser Hof; wir leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum Lückenschluss des Marburger Radverkehrsnetzes“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.
„Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie verschiedene Behörden zusammenarbeiten, um den Radverkehr zu stärken“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. „Gerade eine gute Radwegeanbindung an wichtige Wirtschaftsstandorte sorgt dafür, dass das Fahrrad auch beim Arbeitsweg eine noch bessere Alternative zum Auto wird.“ Dank gelte der Stadt für die gute Zusammenarbeit.
„Dieser Radweg ist ein Schlüsselbaustein für ein wachsendes Netz, das den Pharmastandort sicher und attraktiv mit dem Rad erreichbar macht“, ergänzte Stadtrat Dr. Michael Kopatz. „Nur wenn die Verbindungen stimmen und die Sicherheit überzeugt, steigen immer mehr Menschen aufs Rad – und genau daran arbeiten wir in Marburg seit Jahren konsequent.“
Bei der Baumaßnahme handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg. Die Gesamtkosten für den Bau des Radwegs und des Durchstichs belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Das Land Hessen bezuschusst das Vorhaben im Rahmen der Förderung von Nahmobilität mit 75 Prozent der Kosten.
Um die Auswirkungen auf die Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten, wird für die gesamten Arbeiten eine ökologische Baubegleitung beauftragt. Bereits im Vorfeld wurde eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung erstellt, um die Umweltbelange entsprechend zu berücksichtigen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober abgeschlossen sein. In dieser Zeit ist der Feldweg für den Fuß- und Radverkehr nicht nutzbar. Die Stadt Marburg bittet die Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die Bauarbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen.
* pm: Stadt Marburg