Unverzichtbar: Dank und Respekt für Freiweillige Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung der Marburger Feuerwehren zollte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies den Ehrenamtlichen Dank und Respekt. Zugleich wies er auf die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr hin.
Sie sorgen Tag und Nacht für die Sicherheit der Menschen in der Universitätsstadt: Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marburg ließen die Mitglieder am Mittwoch (29. April) im Bürgerhaus Marbach das vergangene Jahr 2025 Revue passieren. Neben Themen wie Nachwuchsarbeit und Hochwasserschutz standen auch Ehrungen, Ernennungen und Entlassungen auf der Tagesordnung.
„In Marburg kann man sicher leben, weil man sich immer auf die Feuerwehr verlassen kann“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marburg. Der Brandschutzdezernent dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit. Er sprach ihnen ein „großes Dankeschön“ aus und zollte ihren Einsatz „mit allergrößtem Respekt“.
Zugleich machte Spies deutlich, dass Angriffe auf freiwillige Rettungskräfte nicht hinnehmbar seien. Mit Blick auf globale Krisen, Kriege und Katastrophen unterstrich er, wie wichtig eine verlässliche Gefahrenabwehr vor Ort ist. Außerdem ging der OB auf die internationale Verbindung zu Moshi in Tansania ein und würdigte das Engagement im Zusammenhang mit der Städtepartnerschaft.
Feuerwehr-Chefin Carmen Werner erinnerte im Jahresbericht von 2025 an zahlreiche Großbrände und zwei größere Gefahrstoffeinsätze sowie weitere Einsätze wie Brände, Gasaustritte oder technische Hilfeleistungen. Neben den Einsätzen zur Gefahrenabwehr der Freiwilligen Feuerwehr verwies sie auf die überwiegend ehrenamtlich ausgeführten Aufgaben wie den Dienstbetrieb, die Jugend- und Kinderarbeit, den Werkstattbetrieb und die Organisation von Veranstaltungen mit dem Thema Bevölkerungsschutz. Sie hob hervor, dass der Frauenanteil in der Marburger Feuerwehr inzwischen bei 19 Prozent liegt und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von etwa sieben bis neun Prozent.
Bei 43 Prozent liegt der Anteil von Mädchen in der Jugendfeuerwehr, berichtete Mark Prause als Vertreter der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Die Jugendfeuerwehr zählte 2025 138 Mitglieder. Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit wird auch bei den Jüngsten deutlich: In allen Marburger Kinderfeuerwehren waren im vergangenen Jahr insgesamt 125 Kinder aktiv, davon 63 Mädchen und 62 Jungs.
Während der Versammlung, die das Blasorchester der Feuerwehr musikalisch begleitete, wurde das neue Hochwasser-Rückhaltesystem vorgestellt. Das System dient dazu, bei Starkregen- und Hochwasser-Lagen schnell Schutzmaßnahmen umzusetzen und Wassermassen gezielt zurückzuhalten. Die Vorstellung machte deutlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf zunehmende Extremwetter-Ereignisse ist und welche Möglichkeiten moderne Technik den Einsatzkräften dabei bietet.
Neben den Berichten von Prause als Vertreter der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen Stadtjugendfeuerwehrwart Ivo Hees und Stadtkinderfeuerwehrwartin Marita Schäfer standen unter anderem auch Ernennungen und Entlassungen sowie Ehrungen auf der Tagesordnung. Zu Ehrenbeamt*innen ernannt und vereidigt wurden Marita Schäfer, Michel Reinhard, Christoph Saffrich und Steffen Zeidler. Aufgrund einer Funktionsänderung wurde Tom Vaupel erneut in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen. Aus dem Amt entlassen wurde Stephan Kilian.
Zudem wurden Atemschutzehrenzeichen durch den Nassauischen Feuerwehrverband verliehen. Das Abzeichen in Bronze erhielten Markus Böth, Jan-Lennart Büttner, Ole Behrndt, Niclas Brünjes, Moritz Hämel, Benjamin Heidelmeier, Lukas Jöst, Sandra Kammler, Tobias Kilian, Kathrin Kuske, Finn Niklas Löhr, Christoph Saffrich, Alexander Zimmermann und Daniel Zimmermann. Das Abzeichen in Silber erhielten Dominic Dehmel, Rainer Henz, Niko Kästner, Daniel Kottas, Manfred Naumann, Claudia Scheidemann, Stephan Schuld, Daniel Schultze und Sascha Weber. Das Abzeichen in Gold erhielten Frank Ackermann, Gerhard Fett, Stephan Kilian, Reinhard Nau, Mark Prause, Jörg Scheidemann, Marcus Scholz, Markus Vormschlag, Thomas Weber und Steffen Zeidler.

* pm: Stadt Marburg

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