Bis Pfingsten: Zwei Premieren im HLTM

Zwei Premieren feiert das Hessische Landestheater Marburg im April. Am Samstag (11. April) findet im „Großen TaSch“ die Premiere von „Don’t wake me up before You go“ statt.
Miriam Ibrahim ist zurück in Marburg, und inszeniert mit ihrer Uraufführung EINE HOMMAGE AN DEN SCHLAF. Um 19 Uhr findet eine Einführung statt, und im Anschluss ädt das Hessische Landestheater Marburg (HLTM) alle Menschen herzlich ein zu einer öffentlichen Premierenfeier.
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend, oder im Versuch, es zu tun. Doch in unserer Leistungsgesellschaft ist Schlaf oft das Erste, was geopfert wird. Die Stückentwicklung erklärt Schlaf zur politischen Handlung. Zwischen Gähnen, Träumen und schlaflosem Hin- und Herwälzen wird Ausruhen zum Widerstand gegen Erschöpfung, Leistungsdruck und kapitalistische Dauerverfügbarkeit.
Das Stück ist eine performative Einladung, Schlaf als Quelle von Regeneration und Imagination neu zu denken: nicht als Mangel oder Luxus, sondern als Widerstand, radikale Selbstfürsorge und kollektive Praxis. Es richtet sich an alle ab 13 Jahren, die schon einmal mit dunklen Augenringen und benebeltem Gehirn gegen die Wanduhr, Fristen und die eigene To-do-Liste angekämpft haben. Für Regie, Konzept und Soundtrack zeichnet Miriam Ibrahim verantwortlich. Die Premiere ist am Samstag (11. April) um 19.30 Uhr im „Großes Tasch“ im Theater am Schwanhof.
Am Samstag (25. April)feiert das HLTM die Premiere der Uraufführung von „Arad Dabiris LEBENLIFEHAYAT“ im Kleinen Tasch im Theater am Schwanhof. Um 19 Uhr findet eine Einführung statt, und im Anschluss lädt das HLTM alle Menschen herzlich ein zu einer öffentlichen Premierenfeier.
Ein unschuldiges Kind wird in unsere kalte Welt hineingeboren, die voller Neid, Gier, glitzernder Plastikpaläste und übermäßigem Konsum ist. Der Name des Kindes ist Aria. Wer oder was ist dieses Kind? Ein*e Retter*in, ein*e Feind*in, eine Projektionsfläche, ein Albtraum oder Hoffnung für die bessere, strahlende Zukunft?
Die Kinder der Welt begegnen Aria, aber ihre Begrüßung ist kein herzlicher, gastfreundlicher Empfang. Stattdessen denken sie: Das Kind sollte geopfert werden und die Gemeinschaft sollte durch die Opferung gerettet werden! Easy. Halt! Stopp! Es wird eine unerwartete Wendung geben – dies ist ein Plot Twist, ein Neuanfang, ein Re-Start, eine Möglichkeit, den Kurs zu ändern.
„LEBENLIFEHAYAT“!ist ein lauter Schrei, ein kontroverses Gebet, ein kraftvolles Gedicht, ein Rap-Song für mehrere MCs und ein Versuch, Narrative neu zu erzählen. Das Stück baut Dichotomien wie Gut und Böse ab und eröffnet einen Raum, um die Komplexität humanistischer Prinzipien zu reflektieren. LEBELIFEHAYAT! wurde im Rahmen des „Future Narratives for Planet Earth“-Open Calls am Hessischen Landestheater Marburg ausgewählt. „Future Narratives for Planet Earth“ ist ein mehrjähriges EU-Projekt mit diversen Partnerorganisationen in Europa.
Das Stück geht im Frühjahr 2026 auf Tournee und wird sowohl in Leuven in Belgien als auch in Graz in Österreich aufgeführt. Gedacht ist es für alle Menschen ab 12 Jahren die sich für Zukunftsvisionen interessieren und neugierig auf Geschichten sind, die bisher noch nicht erzählt wurden. Regie führt Carola Unser-Leichtweiß.

* pm: Hessisches Landestheater Marburg

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