Ostern marsch: Für Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit

Gemeinsam mit 18 weiteren Organisationen ruft das Marburger Bündnis „Nein zum Krieg“ zum traditionellen „Osterspaziergang“ auf. Dieses Jahr findet er am Montag (6. April) statt.
Der „Osterspaziergang“ 2026 fordert „Friedensfähigkeit statt „Kriegstüchtigkeit“. Unter dem Motto „Alles für den Frieden – ohne Frieden keine Zukunft!“ soll auf den Wahnsinn von Aufrüstung und Kriegslogik sowie die Wiedereinführung der Wehrpflicht aufmerksam gemacht werden. Die massiven Rüstungsausgaben müssen nach Meinung der Veranstalterinnen und Veranstalter gestoppt werden. Stattdessen sollten finanzielle Mittel für Schulen, Bildung, Wohnungen und weitere sozialstaatliche Aufgaben verwendet werden.
Der „Osterspaziergang“ startet um 11 Uhr mit einer Kundgebung am Deserteursdenkmal in der Frankfurter Straße mit Grußworten von Vertreter*Innen der DIDF-Jugend, des Internationalen Jugendverbands (IJV), SDS und DGB. Hauptredner wird Reiner Braun sein. Er ist Vorstandsmitglied beim Internationalen Friedensbüros (IPB).
Unter Anderem wird er auf den Angriff der USA und Israels auf den Iran eingehen. In diesem Zusammenhang wird auch die zentrale strategische Bedeutung der US-Air Base in Ramstein in der Pfalz für US-Militäreinsätze im Nahen Osten eine Rolle spielen. Ferner wird Braun die aktuellen Herausforderungen der Friedensbewegung skizzieren. Die Sängerin Bahar von der DIDF-Jugend und Johannes Maria Becker werden die Kundgebung musikalisch begleiten.
Um 12.15 Uhr startet der „Spaziergang“ zum Schülerpark. Dort wird um 13 Uhr am Antikriegs-Denkmal „Verblendung“ eine weitere Kundgebung stattfinden. Dort wird eine Grußbotschaft des Initiativkreises gegen Atomwaffen aus Büchel verlesen, der seit Jahrzehnten gegen Atomwaffen und insbesondere die Stationierung von zirka 20 US-Atombomben in Büchel protestiert.+
Hauptrednerin dieser Kundgebung wird Anne Rieger sein. Sie ist Co-Sprecherin des Bundesausschusses Friedensratschlag in Österreich und ehemalige Gewerkschaftsfunktionärin. Sie wird die durch die – von der deutschen Bundesregierung eingeforderte – sogenannte „Kriegstüchtigkeit“ thematisieren.
Dazu gehören die Wehrdienstdebatte sowie die Diskussion um „Rüstungskonversion pervers“: Zivile Produktion soll auf Rüstungsproduktion umgestellt werden statt umgekehrt. Ferner wird sie auf die Gewinne der Rüstungskonzerne sowie den Zusammenhang zwischen Kriegsvorbereitung, Sozialabbau und Umwelt eingehen. Für die musikalische Untermalung wird Johannes Maria Becker sorgen. Den Abschluss bildet ab 14 Uhr eine Gesprächsrunde mit Anne Rieger und Reiner Braun im Ortenberg-Gemeindehaus mit Imbiss und Getränken.

* pm: Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“

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